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Full text of "Lautlehre von Aelfric's"lives of Saints""

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) • 



00977 



Lautlehre 



von 

Aelfric's ,Xives of Saints". 



99 



Inaugural-Dissertation 

zur 

Erlangung der Doktorwiirde 

genelimigt 

TOii der Philosophischen Fakalt&t 

der 

K heinischen Friedrich - Wilhelms - Universitat 

zu Bonn. 

Von 
Otto Schilller 

aus Cola a. Rhein. 



Promo viert am 29. Juli 1908. 



Bonn, 

Carl Georgi, Uuiversitats-Buchdruckerei und Verlag 

1908 






c -^ 



^ 



Bericliterstatter: Prof. Dr. Bttl bring. 



Seiner Hochwttrden 

Herrn Professor Carl Oberdorfer 

in aufrichtiger Freundschaft und Verehrung 

gewidmet. 



\ / 






Inhalt. 



»• 



Seite 

I. Yokalismiis 1—51 

A. Die Vokalc dcr betonten Silben 1—34 

r Rap. I. Selbst&ndige Entwicklung^ dcr einfachen west- 

germanischen Vokale 1—6 

„ II. Die Diphthonge in unbeeinflusster Stellung . . 7—8 
, III. Friih-urenglische Beeinflussuugen durch Nach- 

barkonsonanten 8—15 

„ IV. Der i-Umlaut 15—23 

„ V. Kontraktionen . . , * .. 23-24 

» VI. Der U'y a- und tt'-Uinlaut 24—25 

„ VII. Wirkungen anlautender Labiale 26—28 

„ VIII. Dehnungen 28-29 

„ IX. Jiingere Dipbthongierungen durch Palatale . \ 29—30 

„ X. Andere Palatalwirkungen 31—33 

„ XI. Akzentverschiebung bei fallenden Dipbthongen 

und Monophthongierung 33 

9 XII. Kiirzung langer Vokale und Diphthonge . . . 33—34 

B. Die Vokale der nicht starktonigen Silben. 34—51 

9 XIII. Schlussglieder von Kom'positis 34—35 

„ XIV. Die auslautenden Vokale 35—36 

„ XV. Die Vokale der altengl. End- und Mittelsilben . 36—49 

jf XVI. Synkope von Mittelvokalcn 49—50 

„ XVII. Schwachtonige Worter und Vorsilben .... 50 

IL Konsonantlsmas 51—59 

Schluss . 60—63 



Einleitung. 

Die im folgenden untersuchten „Lives of Saints** von 
Aelfric sind uns am besten liberliefert in dem Cott. Ms. Julius 
E. VII. Diese Handschrift, herausgegeben von W. W. Skeat, 
London 1881; 1885; 1890; 1900 fur die E. E. T. S., habe 
ich meiner Arbeit zugrunde gelegt. 

Bei der Aniagc der Arbeit babe ich dem Abselinitt „Die 
Vokale der betonten Silben" das altenglische Elementar- 
bueh von BUlbring zugrunde gelegt. Bei den nebentonigen 
Vokalen habe ich mich in der Hauptsache darauf beschrankt, 
die vorkommenden End- und Mittelsilben zu sammeln und 
naeh den auslautenden Konsonanten zu ordnen. Nebenher 
benutzte ich die Dissertationen von Paul Boll, Die Sprache 
der altenglischen Glosscn im Ms. Harley 3376, in: Bonner 
Beitrage zur Anglistik XV. Hugo Br till, Die altenglische 
Latein-Grammatik des Aelfric, Berlin 1899/1900, Diss. 
Wilhelm Hermanns, Lautlehre und dialektische Dnter- 
suchung der altenglischen Interlinearversion der Benediktiner- 
regel, Bonn 1906, Diss. Karl Schiebel, Die Sprache der alt- 
englischen Glossen zu Aid helms Schrift, „De Laude Virgi- 
nitatis**, Halle 1907, Diss. Franz Stossberg, Die Sprache'^ 
des altenglischen Martyrologiums, Bonn 1905, Diss. Gustav* 
Trilsbach, Die Lautlehre der spatwestsachsischen Evan- 
gelien, Bonn 1905, Diss. Hiram Albert Vance, Der spat-** 
altenglische Sermo in Festis Mariae, Darmstadt 1894, Diss. 

Im Gegensatz zu Hermanns, Stossberg und Trils- 
bach, welche bei ihren Arbeiten samtliche Formen heran- 
gezogen haben, habe ich nach dem llate von Professor Btil- 
bring, dem ich die Anregung zu dieser Arbeit verdanke, 
nur die Formen vollst&ndig gesammelt, die im SpS^twest- 



VIII 

Bacfasiscfaen wechselnde Gestalt zeigen. Von den allgemein 
geltenden Formen habe ich dagegen aus der grossen Menge 
nur einige wenige lierausgegriffen und mit je einer Belegstelle 
angefOhrt. Fttr die ttbrigen Formen habe ich alle Belegstellen 
angegeben, falls sie nieht die Zabl 5 tibersehreiten. Ira letz- 
teren Falle fQhre ich 5 Belegstellen an und bemerke in Elam- 
mem dahinter, ob das Wort ausserdem noch ein paarmal, 
ziemlieh oft, oft oder sehr oft vorkommt. Neben diesen be- 
sonderen Formen kommen^ falls nichts anderes in Elammern 
angegeben ist, die regelraassigen Formen mehr oder weniger 
haufig vor. Bei einigen sehr tiblichen WOrtern, wic ilctty 
micel, swilc, pis etc. habe ich auf Angabe von Belegstellen 
verzichtet, dafttr aber in Klammern das Verhaltnis aufgestellt, 
in welchem die verschiedenen Formen erscheinen. Auf Eigen- 
namen bin ich nur insoweit eingegangen, als sie von irgend- 
welchem Interesse sind. Vokale und Diphthonge, die in ge- 
wissen Fallen Dehnung erfahren haben (siehe Bg. § 285), habe 
ich unter den betreffenden kurzen Vokalen und Diphthongen 
behandelt. 

Die Abkttrzungen verstehen sich im allgemeinen von 
selbst. Ich erwahne folgende: Die grossen Zahlen hinter 
den Formen beziehen sich auf die Kapitel, die kleinen anf 
die Zeilen. Bg. = Bulbring, Altenglisches Elemcntarbuch ; 
Siev. = Sie vers, Angelsachsische Grammatik. ahd. = alt- 
hochdeutsch; wg. = westgermanisch ; ws, = westsachsisch ; 
sb. = Substantivum; vb. = Verbum; prt. = Praeteritum; opt. 
= Optativ. 



I. Vokalismus. 

A. Die Vokale der betonten Silben. 

Kapitel I. 

1. Die einfacheu Vokale im Wortinuern bei 
selbststandiger Entwicklung. 

a. 

§ 1. Wg. a tritt fast immer als ce auf, z. B. in cefter 
8,222; cet 8,201; croefte 8, ei; gefoestnodest 8, leo; leohtfcet 
8, 133; Iceg (prt.) 8, 211; pcet 8, 193; wcel-hreowan 8, 94; loces 9, 5; 
wcestm 9, ss etc. 

Einmal ist der Laut cb durch die Schreibung ae wieder- 
gegeben, vgl. cew-faestum 28, 67. 

Die einzigen Ausnabmen sind: 

1. 6 ist nur belegt in folgenden Formen, die an alien 
anderen Stellen, und zwar meist sebr oft ce haben: underbecc 
12,63; bed (prt.) 4, 373; 31,508; ceppan 'cape" (lat. cappa) 31,469; 
deg nebst Zssz. 2,334; 3,205; 339; 590; 16,44 (und sonst noch 
ein paarmal); efter 35, 240; fee 3,469; 21,157; feder 33 37; 
ceicfestum 4, 3; arfestnysse 31,746; sodfestan 37, is; sodfestnysse 
5,272; gefretewod9,2A] gefretewode 35, 100; gefretewodon 2^253^ 
7,37; hefde 8,212; hweder 3,569; 4,264; 6,259; 12, iss; 23 B, 5* 
(und. noch ziemlich oft; Verb, eice = 1:5; doch geht hweder 
vielleicbt auf eine Form mit germ, e zurttck); mege 10,89; 
megd'had 7,99; nes (filrnewes) 8,206; nds 1,69; screfe ^cave 
35,336; getel 6,268; getele 2,215; 421; 5,320; 23,486; Jtes (Gen.) 
3,219; 15,185; 37,269; det 7,152; wel-hreowan 2,259; 4,89; 1491 
wdl'hreowlice 2,862; wel-hreownysse 30,894; wes 3, 1; 18,32; 
westme 30, 205; wrec-side 31, 203. 



- 2 - 

2. a steht nur in adelwolde (Eig.) 21, le; 28; 37; 83; is9 
(and noch ein paar mal); nnd toas 30, 153 (unbetonte Form?). 

3. ea erscheint einmal in ealmthtiga 21, 91 (Anlehnung 
an ecdl?). 

§ 2. Mit dem ce t&llt zusammen das ce aus lat. i, rom. 
e in dem Fremdworte mcesse (cf. Pog. §§ 93; 110. Morsbach, 
Littbl. 1889. Sp. 98f.). Regel ist die Schreibung mcesse, 
z. B. in mcesse-preost 10,265; mcessodon 10, 222USW.; daneben 
begegnet nur e in messe-preost 2,66-, messe-preostas 15, so; 
messode (prt.) 3, 350. Ein einziges Mal erscheint a in masse- 
preost 10, 287. 

§ 3. Wg. e erscheint in der Regel als e, z. B. in ge- 
bede 8,144; geedstapelode 8, lei; gefeccan 8,9; fela 8,82; 
kynehelm 8,152; gehelpan 9, 10; godspell 9, 11; sprecad 9,75; 
aii?^^ 8, 205 ; welerum 'lips' 8, 166 etc. 

Die einzigen Ausnahmen sind: 

1. ce. In heran, cwedan, sprecan nebst abgeleiteten 
Formen findet sich ce fast ebenso oft wie e, 

Folgende WSrter haben ce neben gewfihnlichem e ausser 
an den Belegstellen auch sonst noch ziemlich haufig: gebced 
nebst Zssz. 2,305; 335; 6,206; 23 B, 115; 30,466 etc.; fcela 2,63; 
282; 347; 4,84; 9,9 etc.; pcegn 2,5; 12; -es 5, 90; 25, 208; 28, 70 
etc.; pees 'this'' l,4i; 2,12; 3,289; 10, 200; 27, 191 etc.; wceg 
2,6i; 5,116; 150; 182; 23B.482 etc.; wcer 2,53; 87; 3,63; 5,ii; 
125 etc. 

Vereinzelt, neben haafigem e, erscheint ce in cedwiste 
1,116 {ead- sieh unter 2); ge-cedniwode 2,268; gecefen-lcecan 
32,103; tobrcecan 13,56; gefceccan 1,79; 2, m; 5, 410; gefcette 
(prt.) 2, 197; fcedera 35, 191; hwcer 'kettle^ 14, 107; gemcete (praes.) 
20,103; gemcetegian l,i6i; insceglan 23,756; geinsceglod 23, ise 
un-insceglode 23,762; ge-insceglodan 3,235; cynescetle 1, i96 
stcemne 2, 188; swcefel 8, 219; swcefne 2, 64; 5, 46i; 11, 205; 21, 68 
forswcelan 16,76; swcelt 1,143; 144; tcempl 3,236; ti?CBZ 2,273 
wcelig 2, 133. 

2. 6a neben hRufigem e steht einmal in dem betonteu 
Prafix ed', vgl. ge-eadcucoda 4, 280. 



-^ 3 -^ 

L 

§ 4. Wg. I tritt teils als i, teils als y auf. (tjber Be- 
einfiu8saiig des i darch Labiale, sich § 94.) 

1. Stets i erscbeint in folgenden tneist hHufigen Formen: 
dbiton 24, 8o; hringan 31,74; dihte2b,i\\ dimre 30,229 (nur 
einmal belegt); adrifon 31, 192; todrifon 25, eeo; drincan 31, eos; 
gedwimor 31,889; -e 31,846; fingrum 27, 155; fixa 25,572; /is- 
ceras 5,225; gegripen 23 B, 275; hindan 25,422; hring 7, 30; 
hwingan 21 y a; -e 2l,45; eah-hringan 21,28o; igles 32, ns (nur 
einmal belegt); Has 'soles of the feef 5, sss (nur einmal belegt); 
Zeccorfow 18, 226; licgan 17,389; licgende 23 6,834; tomiddes 
35, 804 ; fnigga 'urine* 35, 154 (nur zweimal belegt) ; -an 35, 135 ; 
mt^Zic^ 31, 307; pice 'pitch* 9, ns (nur einmal belegt); -sicce- 
tunga 23 B, 429; sina 35, 317 (nur einmal belegt); singan 23 B, 
164; sittende 23 B, 153; to-sliton 23,79; stihtunge 30, 310; stin- 
cad 34, 105; swicola 31; 749; tigelan 8, 169; tilian 23, 219; tintrego 
37, 153; tintregunge 37, ns^piccum 32, m^picge 13, 74; gepingie 
35,205; pringan 23, 405; gewiht 6,68 (nur einmal belegt); gewis 
31, 349; gewisse 23 B, ico; oferwrigen 23 B, 683; un-ofer-wrigene 
23 B, 209; onwrigennysse 24, 138; ferner in den beiden Fremd- 
wortern cristen 5,327; pistol 3,383. 

2. Folgende Formen, die gevv5hnlich und meistens sehr 
haufig mit i vorkommen, baben aucb y, z. B. ablynd 21,469; 
byfode9,se] byd 31, 20; clyf3bj9ZT^ clypian 23, los; clypigende 
11,212; clypodon 11,193; cwydst 36, sie; cyld 2,243; fry des 
24,54; grymetende24t,h^\ grymetedon6,i9i; gym-stanum 21,358; 
gymmum 27, 30; gyftu 4,27; hlysfullice 25,743; hwylc 11, 150 
(i:y = 2:l); gehwylc 11, 90; lybban 1,238; by fad 3,663; ly- 
figendan 11,123; forlygre 2,217; gelympe 1,204; belympd 19,56; 
gelympd 1, 182; lyprum 19, 246; my eel 11, 5 (i : ^ = 3 : 2); my- 
celre 10, 253; myltestre 2, 169; myltestrena 35, 243; myltse 28, 108; 
gemyltsian 4, 133; myste 31, 537; nyder 23, 492; bedrydan 27, 128; 
genyprung 23B, 11; gescyld 2,82; gescylt 2,83; scylde 31, 114; 
«cj[p6 30, 342 ; hcedenscype 11,?: scyp-tolles 30, 167 ; besmytene 
2, 38i; smyde 21,32; sprycst 29,6?; gestylled 2, 14; gestylp 
1,132; 5y66e 30,448; geswyncum 12, 103; sicyftnysse 1,123; 
«M?yZc 10, 271 (i : y 5= 2 : 1); swyster 2, 248; ^^mZe 10, 220 (i:y = 
1:4); syndon 24,24; besywodon 35, 159; gepynnod 33,236; 



- 4 - 

pyssere 10, 274 (Verhaltnis won pis- tPys- = 1:2); pysum 11,89 
getypod 2, 401; wlytegan 2, ue; wlytig 33,24; awryten l,i62; 
atorytene 11, 122; getorytum 2,99; wyccum 2, los; wydewan 
9,62; wydewe 2, 140; tryZcumian 31,672; to^ZZa 34, 169; wyllad 
25,205; tryZZ^ 24,23; sylfvoyUes 10, 277; wylt 10,258; wynter 
11,142; wyntra 31, 2s; wyntres 11,152; loynd 16,225;* gewyt- 
nysse 2, soi ; f erner in den FremdwOrtern byscop 2, 293 ; cyr- 
can 11,276. 

3. Nur mit y sind belegt: a) h&nfig bryne 23B, ssi; 
cioyst 33,276; cwyd 17, los; ryne 23B, i6s; yt 12,75; fernerdas 
Fremdwort clyfan 3, 48o (sieh § 82) ; b) sehr vereinzelt brytta 
26, 9; bryttas 26, 106 (jede dieser Formen ist nur je einnial belegt); 
genyprode 30, 8 (einmal); f erner je einmal pysum 'j76a«'23B,48; 
scyccels 23 B, 210; wynstran 12, i56. 

Die einzigen Ausnahmen sind: 

1. Zweimal begegnet die franzOsische Schreibung in 
sund 37, 200; pusne 37, iss (neben synd, pysne). 

2. e flir i steht iu spied 37, 80 (neben sehr bUnfigem 
sprycS] stammt aus den librigen Verbalformen mit e). 

0. 

§ 5. Wg. 6 erseheint fast ausnabmslos als 0, z. B. in 
bord 8,213; copsum 'fetters* 8,121; dohtor 9,7; goda 8, 5»; 
goda 8,57; gold-hordas 8, as; word 8,19 etc.; f erner in den 
FremdwOrtern apostol 8,142; ge-offrian 8,155. 

u. 

§ 6. Wg. U zeigt sich darchweg als te, z. B. in burh 
8,176; lufe 8,187; wuldor 8,236; tcunda 8, ue; totercZon 8, i4»s 
etc.; f erner in den Fremdwdrtern culfre 3,73 (lat. colubrd); 
sulphore 8, 219; tunecan 7, 155. 

a. 

§ 7. Wg. a erseheint meistens als ce, z. B. in dcedum 
9, 141; grcedig 8,5; Zc^fan 6,63; rced-boran 8,172; peer 'there* 
8, 199 etc. 

Neben gewOhnlichem (g steht ^ oder a an folgenden 
Stellen : 



-- 5 - 

1. e. 

ondret (3. Ps. Sing, von on-dreedan) 1, 74; feringa 'sud- 
denly* 12,72; gredig 15, iso; hwer 23,269; ahwer 23,49; let 
(Imp.) 37, 4«; forleetan 37,224; megde 'kindred^ 8, 2ib\ mersode 
21 J 205; 30, 396; ormetne 11, 102; 13, 24; ormetre 19, 19; orfnettre 
4,106; 18, 21; ormettum 7,3?; ormetum SljW, an-rednysse 
31,288; geredst 23 B, 454; sonst haben diese Formen immer ce. 

2. a. 

hwar 37, 131 ; dhwar 16, 93; 25, 100, sos; gehwar 23, 451 ; bar 
23,82 (cf. Siev. §321, A. 2). 

§ 8. Wg. e zeigt sich fast stets als ^, z. B. in Mr 
8,153; Ut (prt.) 5,156 etc.. 

Unregelmassig ist nur das Prat, foeng 2,124; underfceng 
1,77; 2,13; 3,218; -e 2,231 (und sonst noch ziemlich oft; doch 
begegnet ftinfmal so oft feng). 

I. 

§ 9. Wg. f kommt meistens als l vor. Daneben 
begegnet vielfaeh y. 

L Nur mit i belegt sind cid 16,292; clifer-fete 25,79; 
clifrodre 12, 187 ; clifrum 23 B, 786; frig 12, 109; frigum 33, ns; 
ZfcAaman 23 B, 168 ; nidfullum 37,82; niwe 25,59; -es 23B,62; 
mu?an25, 66; ge-edniwad 12, 162; pin-treow 31, 390; rice 9,132; 
ridan 25, 509 ; ridendum 25, 491 ; geriman 25, 418 ; arisende 
31, 251; rteode 25, 548; gescifte 23,256 (nur einmal belegt); 
«jt2a7i 35,313; slitendan 8,139; astifode 31,375; upstige 36, u; 
stihS (zu stlgan) 12,3?; <5i» 8,107; -e« 8,49. 

2. In folgenden Formen begegnet ^ neben h9,ufigem t: 
blysse 11, ne; blyssigende 22, 92; blyfie 31, 220; hlydelice 20,84; 
hlydre 31,753; blydum 3, i4o; bysmor 2, 151; gebysmnan 2, 2i9\ 
adylgian 23, n ; hwy 23 B, 282 ; hwyle 23 B, 161 ; hyred 22, 59 ; 
scinhyw 23 B, 170; anlycnysse 2, 114; lyfe 2,157; lyfliean 3^ los ; 
scynd 11,332; scyre 2,29; spywd 12, 163; ^to^n 25,89; syddan 
31,102; untwylice 1,85; wycode (prt.) 3, 270; toys-dom 1,228; 
riA^er^^tt^^^e 25, 253; wysan 2^60] gewysienne l,io8; gewysigen 



1, 148; gewytan 1, ns; gewyte 1, hs; gew^te l,ia6; udwytegunge 
2, 2i; wytum 1, ue; ^deZ 1,109; ferner in den Fremdw5rtern 
scrynum 11,275; syrian (Eig.) 25,625; icyw 6, sgs. 

3. W5rter, in deneu nur die Schreibung y erscheint, 
gibt es nicht. 

§ 10. Wg. o tritt stets als auf, z. B. in hUd 9,8; 
flodes 8,224; ^dr 8, les; fotum 8,200; frofre 8,143; mod 8,17; 
modor 9, is; erce-stole 21,458 etc. 

Neben haufigera gdd'good' begegnet einmal grddd21,39i; 
Schreibfehler ist w in hrudor 29, 127. 

Lat. 6 erscheint gedehnt in scole 2, 244. 

§ 11. Stets Uf z. B. in gebugan 11,7; fulum 8,9; ^t*56 
9, 82; belucad 37, 182; truwan 23 B, 45c; dusend 9, 109; t^^ 2, iss 
etc.; ferner im Fremdworte sutere (lat. 5ti^or) 15,23. 



2. Die einfachen Vokale im Wortauslaut. 

§ 12. Fiir alle baupttonigen kurzen Vokale ist im Aus> 
laut Dehnung anzunehmen, so in eala, ge, he, hwUy la, me, 
ne, nuy se, swa, to, pa (Ace. sing, fem.), pe (Dat. Ace), 
pu, we. 

Mit Akzenten belegt sind baufig g4 2,87; M 2,76; n€i, 
2, 422; se 2, 391; swd 2, 30; t6 2, 19: pd 2, 72; pa 2, lei; we 2, 177. 
Die Form swce begegnet nie. 

§ 13. Bei Zusammensetzungen gilt dieselbe Kegel, z. B. 
in bigeng 2, 267 ; twifealdum 3, 200 etc. 

Hier begegnet statt bi- baufig big, so in big gencgd 5, 10 ; 
big-gengan 5,286; big-gencgas 8, 5T^ big-leofan 6,2^7; big-lyfan 
5, 825 etc. 

§ 14. Ursprunglicb auslautendes wg. o erscheint stets 
als u, z. B. in hu 2, 3 etc. 



~ 7 - 



Kapitel II. 

Die Diphthonge in unbeeiniflusster Stellung. 

ai. 

§ 15. Wg. ai hat sich stets zu a entwickelt, z. B. in 
an 8y 218 ; gast 9, ss ; halig 8, 203 ; gehathyrt 8, 112 ; hatad 8, 218 ; 
ladum 8,116; stanum 8,52; wace ^meari 8,44; gewdt (prt.) 
8; 232 etc. 

Anm.: Denselben Lautwandel zeigt auch stets lat. ae 
in casere 8,4. 

au. 

§ 16. Wg. au begegnet in der Regel als ea^ z. B. in 
beceapode 9, 53 ; eac 8, 209 ; eagan 9, 44 ; earan 8, 7 ; deade 9, 48 ; 
geleafa 8, so; geledfan 37, is; arleasan 8,50; r^cf/* 9, 13; smeade 
(mit Verlust des gr) 8, 8 etc. 

Die einxigen Ausnabmen sind: 

1. Formen mit ce. 

cet'Cewde 2, 234 ; cet'Cewode 3, 1^4 {cet-eawde erscheint nur 
zweimal; namlicb 30,5?; 58; dagegen ist die gewOhnliche Form 
oRt-eowdey worttber §16,2 zu vergleichen ist); dcedan 4, iss; 
dcBdlicum 3, 281; deed 1, 140; glcewum 7, 112; hehcefdian 2,378; 
unlvec 2b, 4S9\ 339; Icedene 'lead* 24,7i] gelcef an 11 j^isi] tocepn- 
Ices 31,117; reef 3,69; rdd Ved' 32, 179; seep (prt.) 3, 162; sccef 
(prt.) 11,211; sccet 3,73 (wegen des palatalen Konsonanten, 
cf. § 112); smceda 3, 299'^ iHn-asmcegendlic 3,548. (Uber Ein- 
wirkuug von Palatalen auf ea, sieh § 113.) 

2. Formen mit go. 

Wie schon im Altws. (cf. Siev. § 408, A. 10) steht eo 
statt ea fast immer in dem Worte cet-eawan. 

Die Belege sind: 

ceteowan 23B, 168; ceteowian 29, 310; ceteowde 23B, 180; 
184; 646; ceteowdest 23 B, 443; 603; 671; ceieowdon 23 B, 95; 
ceteowe 23 B, 53; ceteowednyss 23 B, 38; ceteowed 23 B, 48i (und 
noch oft). Regelrecbtes ceteawde erscheint nur 30, 57; 58. 
(Wegen cb und e in dieser Form, Tgl 1 und 3.) 



— 8 — 

Sleti kt te darck to eneCzt wordes m moiI 13. ler; 
2SBji»z tssi 35. stt: 31yi«0i duck frikidti^ Verwerhdoii^ 
mat miod = Eifcr la crUirea . 

SoBit §tAt to statt ea §elir rcieiazdt oad zwar nar in 
folgcadai Fonaa aiit samtlichea BdcgsteOcB: ktofod 26, 4*^: 
heofodUas \2jtmz heofodtmemu 26, «: UhhttMce 2, 



3. ForMea mit ^. 

dMtMiS, so; arfeca 37, sm: aeiie23,«M; ie(i<#rear€31,57s. 
(Cbcr ^4f > ^ daieh PalataldaflaaB, aeb § 113.) 

««. 
§ 17« Wg. e« tritt stetB ak to aaf, z. B. ia heor-scype 
8,1ft; brtogi 8, us: f tower 6,64: 2eo/a 8, im; forltose 9,82; 
iieofbearmum 9, cs; w<rter'Seoc 5, 145 etc 



§ 18. .Stets eo, z. B. in ^otrer 8,19: 2«oife 9, i»; n^o- 
sigemue 10, a» (cf. Skv. .§22l,s.; getreowt 5. c etc 



Kapitol IIL 

Frah-orengUsche BeeinflnBanngen dorch Nachbarlante. 

1. Ae. a statt o aaterEinflass homorganer 

Nachbarlaate. 

§ 19. Stets a, z. B. in fugdag 37, ti?; hoh-ful 2, m; 
gefuOod 2, 12; gefuUumad 6,4o; /aUaAi 26, 71; fnlwiht 30, 72; 
trtf2/e 2, 100 etc. 

Anm.: Neben gewdhnlichem a begegnet zweimal die 
Schreibung r in facen-fvUan 2^ 190 ; gefrllod 4, sos. 

2. Frfih-nrenglische Kontraktion zu Diphthongen. 

§ 20. { + Velarvokal zeigt sicb fast immer als eo, z. B. 
in deoftes 2, ss?; eode 6,41; eoiit 2,238; feond 7, 10; freondum 
7, 8»; freode (pit.) 5, su; A«o 8,64; «eo 2, k6 etc. 

(tj ber €0(ie, ygl. anch Holthansen, Idg. Forscbangen XIV, 
342; tlber preogt, vgl. Varnbagen, Engl. Stud. XVI, 154. 
Lindstrdm, Engl. Stud. XX, 147.) 



AusnahmeD : 

1. io : hio 30, su; S12; 416; 33, 2a; 191; sio 33^291 (danebeii 
sehr oft heoy seo), 

2. e:be (Imp.; fttr heo) 37, 25c; 2G0; defoUican 19,39 
(Schreibfehler?). 

3. t/o: Einmal m fyondum 21, 27^ {^ox\!&i vltiy feondutn). 

4. ia steht stets im Fremdworte diacon 29, 21s; 
didcone 37,6. 

§ 21. e + u ergab stets eo, z. B, in treow 4, 2i6 etc, 
§ 22. a-\-u zeigt sich in der Regel zn ea verschmolzen, 
z. B. in feawum 5, 226 etc. 

Abweiehend von der Regel ist nur einmal /cB«(?Mm 30, ss. 

3. Einfluss von Nasalen. 

A. Nasalverbindung vor stimmloser Spirans. 

§ 23. Die Gruppen aw, un erscheinen vor h ansnahms- 
los als o, bezw. ^^, z. B. : 

1. oibrohte 2, 404; dohte 7,26?; gepohte 1,207 etc. 

2. Uigepuht &,b^piihte 3,159; uhtsange 6,319 etc. 
Ebenso entwickeln sich die Nasalverbindangen vor den 

ttbrigen stimmlosen Spiranten /*, s, p. 

§ 24. a + nas. + sti. Spirans > ^. Hierftir folgende 
Belege: opre 2,142; ^od 2,83; sodan 9,26; ^odan 8,212; todum 
4, 287 etc. 

§ 25. i + nas. + stl. Spirans > t[g]. Meistens erscheint 
t z. B. in /«/*3, 10; gelipgode ^, iu\ lipnesse 2,9g; sidfcet 2, g2'^ 
stidnysse 31,33?; swide 2, 134 etc. y steht zweimal in hrydera 
23, 34 ; 36, 203 (^ ist in diesem Worte nicht belegt) ; einmal in 
sydian 21,349; haufiger in swyde 10, 251; 11, 105; swydlicre 
11,116; swydor 11, 30; 56 (und noch oft). 

§ 26. u + nas. + stl. Spirans > u. Z. B. cud 2, is ; 
cudan 3,25; cudest 7,123; /%« 3,207; htisel S^iu; mude 11, 132; 
ure 3, 51 etc. 

B. Nasalverbindung ohne folgende Spirans. 

1. a + Nasal. 

§ 27. a vor Nasal ist rait wenigen Ausnahmen unver- 
^ndert geblieben, z. B. in handum 8,184; lange 8,101; mam 



- 1<J - 

8, 199 ; naman 8, S6 ; samod 8, its ; strung 5, « ; gepanc 8, 211 ; 
in den prt. asanc 4,^; sianc 4,34?; wand 9, m etc. 

Anm. : tiber a in f ant-bade 3, ne ; fante 2, 90 vgl. 
Pogatseher, §§ 163—169. 

Die einzigen Forroen mit sind: ZicAoman (wegen Un- 
betontheit?) 1, 51; 142; 23, 141; 377; 33^312 (und sonst noeh ein 
paarmal; besondera hHufig erscbeint diese Form in Eap. 1) ; 
hwomme 23 B, 422; mon 23, 235; 23B, u; wcepmonna 2, 50; 
cet'Somne 28,88; 31, 331; gesomnian 33,208; gesomnode 30,226; 
gesomnunga 23,23; to-somne 4,28; 4m; 29,75; 239; womme 
3,489; neorxne-wonges 30, 101. 

§ 28. 2. d + nas. > stets o, z. B. in mona 7, 5i ; twelf- 
monad 8, 221 ; mondum 6, 349 ; sona 8, 229 etc. 

§ 29. 3. + Nasal > stets u, z. B. in cuman 7, 250 ; 
hecuman 8,194; hunig 7,45; punor 4,424; wunade 2,89 etc.; 
ferner in den Lehnwortern munt 9, 102 ; munuc 6, so. 

Einmal begegnet in ic come (praes.) 23 B, 71 (Schreib- 
fehler!) 

§ 30. 4. c + Nasal > stets i, z. B. in nim (Imp.) 4, 259 ; 
beniman 7,328; genimad 31,8; genimd 7, 137 etc. 

4. Erhaltung von a darch Einfluss folgender 

Velare. 

§ 31. Wg. a vor velarem Vokal in der nachsten Silbe 
blieb erbalten: 

a) In offener Silbe. 

1. Bei erbaltenem Velarvokal: arod 11, 13; blacum 11, 99; 
cradole 7, 188; cwdcodon 23, 100; dagode 21, 172; gefadod 6, sc ; 
gafol 3, 181; gegladodon 3, 231; AagfoZ 4,427; Aara 25,79; ge- 
hradode 20y IS] Arador7, 303; lapodon 18,209; gelapunge 3, 105 
gemacan 4, u; madon 4,212; nacod 3, 70; aslacodon 13, 21 
spadu 23 B, 705; stacan 26, ig6, gcerstapan 23, 57; stapum 1, 22 
gepafode 2,275; wacode 3,343; wadunge 17, 102; warude 23 B, 
370 ; wlacum 1 1 , i58. 

2. Bei Schwachung des Velarvokals zu e: atelicum. 
16,309; cafertune 6,324; gedafenad 11, 30; gegaderode 3,232; 
gafelucum 32, ue; agrafene (part.) 4, ise; haJcelan 19.36; wa- 



- 11 - 

cedon 7,223; naueldn 25,568; stapelod 8,211 ddfedon'2Afi$\ 
icacedon 3, 271. 

BemerkeDswert sind einige Partizipien, die nejben a auch 
e, CB haben (aus besonderen GrttndeD): z. B. «: up-ahefene 
23 B, 273; up-ahefennysse 23 6,399; geslegen 30,246; ofdegen 
3, 262 etc. ; CB : slcegene 30, 207 ; geslcegene 23, 589 ; ofdoegene 
12, 77 etc. 

3. Bei Aiisfall desselben in offener Mittelsilbe: ardlice 
2,181, gedafnad 30, 149; warnian 6j 211 etc. 

4. Bei Cbergang von -oj- > f : hadian ll,i6i; dagian 
21,123; gladian 17, iss; hatigendlicum 3, 605; lapian 18,210; 
gemacian 3,366; aslacian 33, 120; starian 15, 199; wacian 
7, 267 etc. 

5. Durch Analogic wurde a eingeftthrt in bade 34, 350; 
carfulnysse 2,127; cwale 12,285; far. 3,559; fdr 33, 80; fare 
3,246; fate 7,133; sid-fat 23B, 64i; -es 23 B, 784; hrade 3,239; 
rade 2, 375; sace 13, 113; sage 21, 48; stafe 21, 417; stdbes 30, 176; 
dolh'Swade 30, 271 ; tale 30, 321. 

§ 32. Fremdw(5rter sind calic 17,217; dracan 11, 134. 
§ 33. Auf Schreibfehler sind zurttckzuftthren nocode 
24, 41; for an 30, 227. 

b) In geschlossener Silbe. 

§ 34. Bei dazwiscben stehendem langen Verschluss- oder 
Reibeiaut sowohl als auch vor w ist a immer erhalten: assan 
27,98; habhan 2, ne; ahaccedon 23,78; mattuc 23 B, 765; ge- 
saicen 6, 39; ferner im Fremdworte abbod 23 B, 73. 

§ 35. Hierhin gebort wobl auch racente 'chain* in der 
Verbindung racen-teagum 4, 183; geracen-teagod 31,35 (vgl, 
racca=Te\\ der Schiffstakelage, und ahd. rahchinza). 

§ 36. Wg. a bieibt fast stets erhalten, wenn ein g^, fc, 
Py w zwischen a und dem Yelarvokal steht, z. B. in lagon 
(prt.) 4, 210; magan 10, 215; magas 9, 125; magum 7, 254; mdgum 
37, s; gesawon 3, 130; forsawon 11, 34; slapan 23, 417 etc.; ausser 
slapan kommen keine anderen Formen mit a vor. ce erscheint 
stets im Subst. dcepe 1,132; 21, 251; 386; 23, 248 ; 432 (und sonst 
uoch ein paarmal); je einmal in slcepende 23, 260; sice- 
pera 23, i. 



- li - 

Anm.: Im Worte blawad 1^214 scheint dagegen a fflr 
at zu stehen (Siev. §57, 2 a). 

§ 37. Vor Liquiden blieb wg. a mit nar einer Aas- 
Dahine erbalten, z. B. in swarlice 21, mi; sicare 21,428; stoa- 
rum 4, 181; tallic 5,281; untallice 23B, 26 etc. 

Wider die Regel steht de nnr einmal in svocerran 37,92. 

5. Die Brechungen. 
I. Breehnng kurzer Palatalvokale. 

« 

a) Brechung vor rr oder r + Kons. 

a, 

§ 38. Wg. a ist in der Regel zu ea gebroeben. 
cwearteme 8,147; earma 8,157; scearp 8,189; stoeartum 
8, 147; teartum 8, i^a; pearfum 9, 55; wear das 8, U9\ weard 8, 171. 
Neben Hblichem ea stebt 

1. CB. 

geasmdodon {= ge-eardodon) 36, 17c; hcem 7, ei; bceitia 
16,48; cwcerterne 31 , 2Ui\ masrcode 4:^ m\ swcertum 2^ i9%\ and- 
wcerden 2,245; wcerd 1,175; 4, 195. 

2. e. 
Es steht fast nur in dem Wortchen weard. Hierfflr folgende 
Belege: towerd Howards* 3, 102; 25, 339; 535; 31, 78; 372; andwerd 
35,208; -an 32, 184; -nysse 1,137; cyrcwerde 21, ibs; dure-werd 
36,145; hamwerd 14, 180; 25, 450; 592; 27, no; inwerdre 14,259; 
innewerdre 16, si; 21,208; onwerd 5,369; towerd 25, 64;' 29, is; 
28; 31, 2i«; -an 4, 103; 28, 169; -e 6, 327; 31, ici; -urn 21, n; wider- 
werde 25,526 (wegen der Unbetontheit?). Ausserdem begegnet 
einmal smercode 37, uo, neben smearcode 14, 126; 23 B, 590. 

3. oea. 
cearmum 37, 219; wa^ard 4,240. 

4. eo. 

gegeorcode 'prepared' 2, i96 (wohl Schreibfehler). 
5. Ungebroehenes a begegnet immer in den prt. am 
6,800; barn 4, 418 (bei r-Metathese) und in den FremdwOrtern 



- 13 - 

cartan 3,456; marmstan 8,201; je eiomal steht a in sarica 
30, 170; starce 8,29 (daneben hS,ufig searwa, atearce), 

Anm.: Einmal findet sich andwyrdan 29,69 ftlr son- 
stiges andweardan oder andwerdan (wohl durch Verwechslang 
rait and'wyrdan Weply zu erkl^ren). 

§ 39. Wg. ^ und i treten fast regelmHssig als eo auf, 
z. B. in gebeorge 5,832; fteorAfan 9, s4; eornostlice d^n; eord- 
atyrum 8, m; heortan 8, lee; leornian 5, 216; leornode 8,12; 
ateorran 5, 282 etc. 

Die einzigen Ausnahmen sind: 

1. «a. 
Einmal in gearnlicor 7, 153. 

2. e. 

Nnr einmal in cudberht 26, 279 (Eig.; mit 60 nicht belegt). 

§ 40. Bei r-Metathese von I steht mit nur einer Aus- 
nahme y, z. B. in byrnendum 4, 181 ; yrnendum 6, is etc. 

Ausgenommen ist nur einmal vorkommendes beornen- 
dre 7, ss2. 

b) Brechung vor U oder I + Kons. 

§ 41. Wg. a ist in den meisten Fallen zu ea gebrochen, 
z. B. eaUum 8,159; eallunga 8,127; feallad 5,277; healdap 
9, 79; getealde 8, 68; weallum 9, is4 etc.; ferner im Fremdworte 
sealm 5, 89i. 

Unregelmassig ist nur 

1. ce. 

Einmal in celltO'Ctcyade 8, 173 (sonst stets eallto). 

2. eo. 

sweolt 19,212; 26,159; 28,114 {awealt kommt nicbt vor); es 
ist offenbar eine analogische Bildung. 

3. a. 

Immer in den Fremdw5rtern altare 3, 128; criataUan 
5,252; yereinzelt in aldor-man 3,177; bcUdlice 6,170; galdraa 
17,78; graZdrum 6, 188 ; bestalcode 32, 40; antraZd^n 30, 452 (da- 
neben begegnen ziemlich oft die regelmHssigen Formen). 

c) Brechung vor ft. 

§ 42. Wg. a erscheint immer zu ea gebrochen, z. B. in 
eahte 6,214; feaxes 30,465; leahtraa 7,26; westaeaoienan 



— 14 — 

26yits ete. (Cher die spatere EDtwickelang dieses ea sieh 

§ 110.) 

§ 43. Wg. e and t begegnen stets als «o, z. B. io feoh- 

tan 7, mt; gefeohU (sb,) 0,877; meoxes 7, » etc 

II. BrechuDg langer Palatalvokale. 

■ 

§ 44. 1. Wg. a findet gich ror A stets als ea, z. B. 
(mit Ansfall des Gottorals) in genealeeean 2, 24t; geneatoBhte 3, 71. 

2. Wg. i erscbeint vor A stets als eOy z. B. in hetweonan 
3, 506 (fiber betieynan, sieb § 68) ; iceofode 3, 157 (in beiden 
Formen ist der Guttoral sebon frfib ansgefallen). 

6. Frfib-nrengliscbe Diphthongierong palataler 
Vokale dnreb voransgebende palatale 

Konsonanten. 

§ 45. Urengl. e naeh Palatal tritt in nnserem Texte 
teils als 1, teils als y anf. Eine siebcre Grenze zwiscben t 
nnd y lasst sieb nicbt zieben. Es ist daber das Yerbaltnis, 
in deni i nnd y zneinander yorkommen, in Klammern binzn- 
geftlgt. 

Beim Verbnin gifan nnd beim Sabstantiv gifuy vgl. gifa3 
23 B, 617 ; forgif 23 B, 442; -e 28, no; ofgif 23 B, 750; forgifen- 
nysse 27, iss; forgifd 25, lee; gifu 29, 175; urn 26,5? kommt 
i viermal so oft vor wie y. 

l in gild in der Verbindung deofolgUd 31, 371 verbalt 
sieb zn y wie 6 : 1. 

gildan 'pay, return' erscbeint in gleicber Anzabl wie 
gyldan. Dasselbe Verbaltnis besteht bei git, gyt "yet\ Bei 
begitatij andgitj ongit etc. begegnet i secbsmal so oft wie y. 

§ 46. Urengl. ce ist nach palatalen Konsonanten in der 
Kegel zu ea geworden (fiber die spatere Entwickelung sieb 
§ 112), z. B. in ceald 11, m; ceaster 8, 23s; begeat 5, 328; scealt 
6,79; sceattas 5,202 etc. 

Ausgenommen ist nur einmal gatu 25, 445 (neben banfigem 

geatu), 

§ 47. CB stebt in nur zwei Fallen: gcet (sh.) 31,667; 

ongast. (prt.) 30, 170. 



- 15 - 



§ 48. Urws. ce tritt meistens als ia auf; z. B. in for- 
geafe (opt.) 5,312; gear 9,42 etc. 

§ 49. de erscheint nur zweimal m goer 3, n und gasra 4, e. 



Eaplfel IT. 

Der i- Umlaut. 

u>y. 

§ 50. Urengl. u ist ausser vor oder nach Palatalen fast 
stets za y umgelautet, z. B. in onhryrd 2,36; hydelas 23,4?; 
cyston 2,249; gydenan 2,115; lyfte 23 B, 274; mynster 2, sio; 
getrymode 2, 293 ; y/eZe 2, 150 etc. 

Ausnahmen : 

y wnrde zn e entrnndet in folgenden Fallen. 

I. Vor Palatalen. 

Hier ist i die Regel. 

1. Nur mit i sind belegt: Haufig gingran 7,212; kin- 
grige 21,375; gehihtad 25,257; AiA^e (prt) 23 B, 533 ; ofhingrod 
10, 82 ; tihte (prt.) 4, 130; tihtende 4, 103 ; tihtinge 3, 296 ; tihtingum 
5, 45 ; pincan 25, 564 ; ^incd 23 B, 515 ; gepincpum 1 8, 35. Selten, 
jedoch nur mit i, kommen vor criccum 21, 101; 431; higeleaste 
17,59; hricg 31, 71; -e 21, 105; 27,98. 

2. Neben folgenden gew5bnlichen Formen mit i (2 a) 
kommen solcbe mit y nur ausnabmsweise vor (2 b).! 

a) i: bicgan 4, 107; gehicgan 12,77; bicgad 23, 706; bigst 
36,38; ablicged 3, 120; abligede 7, 167; bricge 27,59; drihten 
23 B, 602 ; tihton 28, 61. 

b) y\ ablycged 7, iso; gebycgan 12,112; 124; gebycge 
12,123; brycge 19,86; 94; dryhten 2, 40; dryhtnes 4,87; 3,658; 
tyhton 30, 13. 

§ 51. Ist der Palatal durcb ein r von dem y getrennt, 
so erscheint stets y^ z. B. in myrhbe 6, 223 ; wyrhtum 6, 205. 

Jedoch ist neben haufigem byrig zweimal birig 23, 101 ; 
S05 belegt. 

Einmal begegnet u ftlr y in burig 37,47 (wahrschein- 
lich Aniehnung an den Nom. burh; vielleicht franzOsische 



— 16 - 

Schreibnng, die auch sonst ein paarmal erscheint, cf. §§ 4 
66; 145 Anm.). 

II. Nach PalataleD. 

1. In der Kegel yj z. B. in scyldig 12^199; -an 13,268; 
'Um 13,283; unscyldigan 16, 112; -e 12, i84 etc. 

2. i findet sich neben hS,afigem y nur in folgenden 
Formen mit alien Belegstelien: unscildigan 2, i98; unscil- 
dige 12, 198. 

III. In sonstigen FUllen. 

Sehr selten L Die einzigen Formen, in denen i belegt 
ist, sind: gecnissed 30, 192; cnitton 9, 100 (y ist in beiden 
W(5rtern nicht belegt); Tcicenan 12, 60 (lat. coquina); ciningce 
23,142; cinges 33, 137; 141; dide 3,656; minstres 31, uqo'^ astir ed 
30, 339; gestired 31, 725 (daneben oft dyde, mynstres, etc.). 

Anm.: Einmal begegnet andwerdan 'answered* 4, 155, 
wo das e wohl durch Unbetontheit zu erklaren ist. 

u>y. 

m 

§ 52. Urengl. u tritt fast stets als y auf, z. B. in bryd- 
guma 2,352; bysne 12, 115; cydan 2,215; fylan (zu ful) 25, 30; 
fyr 2, 2(>o; lytel 23 B, 767; gerymed 26, 104; betyndon (zu tun) 
25, 445 etc. ; ferner im Fremdwort dryum 2, los. 

Die einzigen Abweichungen sind: 

Statt y erscheint e 

1. Vor Palatalen: Stets in brice 'use^ 2,283; drigum 
23 B, 685; gewispe 8,77; 32,74; wiscte 36, 144; gewiscte 37, 106; 
wiscton 5, 401 ; 32, 270 ; 35, 218. 

2. Sonst findet sich i nur in lithwon 26, 243 ; title 28, 36 
(daneben haufig lytel). Hier kann das i auf urg. l zurttek- 
geben. 

§ 53. zeigt sicb fast ausnabmlos als e, z. B. in ge- 
efsod (part.) 2,232; mergen 32, 210 etc.; ferner im Fremdwort 

ele 2, 186. 



— 17 ^ 

Ausgenommen sind nur: 

dmhter 2,2; dwcelcist ^ err est* 5, its; nicer gen 6,253; mce- 
rien 3, 941 (sonst haben diese Formen regelmassig e). 

Anm. : Nicht nmgelautetes erschcint dreimal in morgen 
23, 471; 683; 23 B, 607 (in der sonst gew5hnlichen Verbindung 
on ceme mergen^, 

o>e. 
§ 54. tritt im allgemeinen als ^ auf, z. B. in bee 
37,20; celincge 8,25; cepan 2, 30; dema 8,104; fedan 37,62; 
fegde 25, i64; gefrifrod 37,19?; gretton (prt.) 5, «io; gerefan 
2,9; wedendum 8,55; wepad 5, 61 etc. 

1. Bei folgenden Formen, die mehr oder weniger oft 
init e belegt sind, f indet sich ce : cehtnyss 2, 14 ; cehtnysse 
'persecution 2, 2iz; 4,88; blcetsian 12, 70 (rait Ktirzung?); blcet- 
sigende 23 B, 64o ; gebloetsod 2 1 , 91 ; gecwceman 1 7, 219 ; 221 ; 
gecwcemde 2,9T^ fordcemed 2, 208; gedrcefde 18,89; gefasra 
2,174; -an 1,170; 2,54; fcerde 2, 34; isi; 3, 10; fcerdon 2,314; 
13,275; froBcednyssum 17, 212; gefroefrian 3,392; mceder 2, 250; 
gercefa 2^214; 223; -an 2, 182; scelestan l,i56; scelran 1, 144; 149; 
swcegende 2, 260; swcepd 23,72; twcegen 2, le; 42; 265; 3si; 348 
(und noeh oft); wcestene 3,494; 31, 195; 314; -um 19, 139; torceg- 
don 2 J 295; wrcegenne 2, 184; wrcegistre 2, 208. 

2. Neben gewShnlichem e in ferdon, wepon steht je 
einmal €0 in feordon 6,122; weopan 35,273. 

^ > a. 

§ 55. a tritt mit einigen Ausnabmen als ce auf, z. B. 
in hlcefdige 2,213; gelcedad 2, m; !cb/(2« (prt.) 2, 155; gemcenan 
2,283; aroerde (prt.) 4,83 etc. 

In folgenden W5rtern erseheint neben haufigem ^ 

1. ea. 
^aAfa ^possessions' 2,282; eawfcestlice 5,222; eawf(Bste 
6,57; 15,89; eawfcestnysse 22, 204; 31,io8; 36,888; 37,67. gre- 
healde 5, 186; 6,95; 10, 19; leaf an 6, 145; -6 6, 218; geleaste ll,i6i. 

2. e. 
clennisse 4,38; clennysse 4,20; eg-htoanon 30, 192; egfc^cr 
25,687,* ewwe 1,38; 8,201; nenne 1,29; 45; 3, 332 (cf. Siev. 
§324, A. 1); elce 12,269; elcne 31, 512; emptige 33, no; ge- 



- 18 - 

emtigod 21,28o; er 10, 2; femnan 4,9?; 8,20; wo; hdende 
37,6; helende 37, m; -es 37, n; genealeoan 2, 52; genealecced 
9,115; ge-edlecst 8,7s; ledde 24, 70; geledde 30, 404; leddon 
18,284; 19,85; 21,478; geleddon 11, 140; 18,439; 22, ue; mende 
(prt. zu mdbnan) 3,322; pere l,4i; dere 4, 12a (Pron. Dat. 
Sing, fem.). 

3. d. 
ardan 25,127; anne (Ace. masc.) 3,559; 5,24; 31,6i5; 
33, 60; 94 (und noch ein paarmal); nanne 9,3?; 7, 413; die 
beiden letzteren Formen sind vom Nom. an nen gebildet. 

d vor Nasal > e. 

§ 56. d vor Nasal erscheint in den meisten Fallen als 
e, z. B. in bence 23,567; bendum 9,143; drenc 12,74; ente 
35,113; gremiad 11,354; menigfealde 11,356; geswencan%j\bz\ 
bepencan8j9z; ontendan 9,in; awende {prt,) 32, 9 etc. ; ferner 
im Fremdworte cempan 5, 48. 

Die einzigen Ausnahmen sind: 

1. ce. 

Ausser den Belegstellen tritt ce neben gewOhnlichem e 
noch oft auf in cende nebst Zssz. I,i6; 23; 28; 2, S82; 4, 4i; 
cengel 1,29; 4, 2r3; 5, 101; 10, 121; i48; cenglisc l,i9i; 212; -re 
16, 801 ; 307; 321; mcenig nebst Zssz. l,5o; 2,147; 266; 6,55; 7,297 
(zweimal manige 5, 277 ; 30, 390). 

Vereinzelt steht ce in drcence 16,273; andfcencge 4, 280; 
fcenne 10,22; geglcengde 1, 150; 7,36; gehcende 30,287; Icencg 
21, 253; mcencgan 23 B, 411 ; ncBmdest 23 B, 239; ncemnincg 23,684; 
scende 2,296; 3, ssi; ascends l,i8o; stcenc 1, 193; under-stceni 
(3. Ps. Sing.) 1,193; 194; strcengran 25,667; strcengd l,i65; -e 
25, 242; gesiDcencan 37, 116; geswcencte 4, 156; -en 3, i96; pcencan 
1,58; pcencd 1,222; gewcemmed 1,174; ungewcemmede 4,75; 
gewcende2yUA; miswcent (3. Ps. Sing.) I,iu9; daneben erscheint 
sehr haufig e in diesen Formen. 

2. Ein einziges Mai ist i belegt in adrincte 28, 127 
(sonst immer adrencte). 

Anm.: Auch das ce < wg. a (§ 1) ist in drei Fallen 
vor Nasal zu e*verengt: hrem 37, 240; hremmas 23,77; hremmes 
37, 249 (einmal hrcem 37, S46 ; hrcefn kommt nicht vor). 



— 19 - 

§ 57. Bei r-Metathcse stelit fast itnmcr ce^ z. B. in 
forhceman 1 1 , 26o etc. 

Alle Formcn und Belegstellen rait e sind: forhernan 
4, i2i; 364; 420^ 15, 90; forhemde 2, t6%\ !^3 B, 554; 14; us; 25,898; 
forberne 11,229. 

ce>e. 

§ 58. ce erecheint gewdhnlich als 6, z. B. in bedrydan 
27,128; egesUce 7,425; geegsode 7,84; hetelice 7,207; betoeri- 
gend 7, 127 etc. 

Jedocb kommt in folgenden Formen nebeu baufigem e 
aucb seltneres m vor. 

1 . Vor einfacber oder langer Konsonanz : cegeslican 5, iso; 
-celcunge 34, 220; celpeodig 30, 257; -nesse 30, 201; mlpeodige 30, 300; 
-wr»9, 55; -we 23, 618 (und nocb ein paarmal); bced 'bed* nebst 
Zssz. 2,152; 211; 236; 10,43; 50 (und nocb oft); bceteran 7,29; cwcel- 
lere 4, 104; dcerede 2, iss; deeriad 1, 163; ahcebban 14,42; ahcefde 
(scbwacbes prt. zu ahebban) 13, 86; ftflB/*(e 'weight' 1, i76; ahrcedde 
(prt.) 3, 240 ; hrceddinge 2, 219; Icecgan 32, 175; Imttinge 23 B, 407; 
grercBcedwys^a 23 B, 13 ; rcBc5 4,315; ge^cetton 2,254; gescetnysse 
2,11; «ZcB(/e 4, 143 ; 28,64; 71; 29,285; 32, m (und sonst nocb ein paar- 
mal); sldge 3y 252'^ twcelf 2,295'^ tocecgas b,2SA; awrceccan 35, 65. 

Anm.: Scbreibfebler ist eo statt e in heorung 'praise' 
29, 272 (daneben banfig herung). 

2. Vor Konsonantengruppen : ce i8t Regel in cercebiscop 
3, 608; adwcBscan 23, 362; adwcescte 33, i96; daneben e nur zwei- 
mal in adwescan 4, 261; adwesce 4, 17; fiinfmal in erce-bi^coj? 
3,557; erce-diacon 6,273; 29, 213; 31, 1410; erce-stole 21,458. 6 
ist Regel in eft 9, ne etc.; jedocb begegnet nicbt selten ceft, 
ygl. 1,27; 67; 175; 5,257; 11,112 (aucb sonst nocb ziemlicb oft). 

§ 59. Urengl. a erscbeint rait nar wenigen Ausnabmen 
als CB, z. B. in cefst (^cefest) 23 B, 291; cexum 30,289; fceste- 
nes 12,1; togcedere 5,275; hcerfest 21, n; sceternes-dceg 
12, 14 etc. 

Als einzige Ausnabmen kommen in Betracbt; 

1. 6. 

Nur je einraal in eo^e 31,i52; togedere 6, d6i. 



-- 20 - 

2. a. 

adelinga 18, 357; togadere 25, 489 (daneben cedelinga etc.). 

§ 60. In einigen Fallen ist durcb Analogic nen ein- 
gef (ihrtes a zu m umgelantet, z. B. in ic hcebbe 24, 90 ; ic 
scecge 6,91; scecgan 3,638 etc. (cf. Bg. Angl. Beibl. IX. 93); 
neben diesen Formeni die sehr oft begegnen, erscheinen je- 
docb noch hUafiger solcbe mit 6, z. B. secgan 10, i<s; ie secge 
6, 84 (ce verb&It sicb bierbei zu e wie 1:3); bemerkeuswert 
ist a in ic hdbbe 8, ise ; 37, isi (nur zweimal belegt). 

§ 61. Lat. latinum erscheint fast ausnabmslos als leden 
2,44; einmal Udenum 37,9; (b tritt nur auf in laden 21, 402; 
Iceden^sprcBce 95, no; liedenre 2, si (cf. Bg. § 178; Pogatscher, 
P. Br. B. XVIII, 472 f. A New Engl. Diction, ed. by Murray). 

ea>y, i. 

§ 62. Das durch Brecbung entstandene ea erscheint 
ausser vor h immer zu y umgelantet. Vor h findet sich in 
der Regel i. 

1. Vor rr oder r + Kons., z. B. in gecyrran 2,69; be- 
dyrndon 2,103; fyrdinge 3,207; gyrlan 2,231; nigehwyrfedan 
5,126; gehyrtan 5, 19; myrcelse 5,426; amyrran 4, igs; genyr- 
wod 8,120] gescyrpan 30, 29s; syrvmnga &,is', awyrgedan 3, 451; 
yrfweardnysse 18,177; yrhde 12, 204 etc. 

2. Vor II oder I + Kons., z. B. in gebylde 3,52; cwyl- 
miende 6,94; gemenig-fylde 10,212; fylp (3. Ps. Sing. Praes.) 
1,24; gewyld 30, S89; ylde 21,4.^9; yldost 3, 12; yldincge 10, 6x 
etc.; einmal healst 5,266 (ohne Umlaut). 

3. Vor A. 

a) 1: Z. B. hlihhende 23B, S66; 7niht (sb.) 30,472; mihtig 
25, 266; niht 23 B, 507; ofslihst 25, isi; man-slihtas 35, 116; slihd 
34, 34 etc. 

b) y : Nur in apwyhd 'washes* 12, i44 (1 ist in dieser 
Form nicht belegt). 

§ 63. Der i-Umlaut von ea<cB nach Palatal ist mit 
nur einer Ausnahme y, z. B. in cyle ll,i56; g^scyppan 1, 128; 
scyppende 8,27; gescypd 1,86 etc. 



- SI - 

Ansgenommen ist nur einmal scippende 36^ 287 (neben 
haufigem scyppende). 

§ 64. ea<au findet sich meistens zu y umgelautet. 
In der Niibe von Palatalen steht hHufig e. Sebr selten tritt 
e anf. 

1. y (obne Palatal). 

byman 24, s54 ; adyd 4, 428 ; aflymde 31, fii5 ; hrymde 2,i88; 
gehynde 5, 240; gehyrdon 2,215; hywd 28,69 (3. Ps. Sing, zu 
heawan)] gelyfde 2, 190 ^alysde (prt.) 3, 35; alysend 23 B, cos; 
nyd'behefe 4, 144; nyten 'cattle* 25,666; berypte 3,444; siypele 
6, 93 ; ypest (Sup. zu eape) 33, 82; cetywan 33, 84 (doch yiermal 
so oft (Bteowan, vgl. § 16, 2). 

Ausnabmen: 

a) e begegnet nur in gehered l,u; ned-behcefednyssum 
23 B, 151 (sonst gehyredf nyd-); stemde 27, no; ns; 35,252: 
steme 4, se (bier ist y nicbt belegt.) 

b) t einmal in nyt-wyrdum 'need-fuV 1, 101 (sonst nyd), 

2. %y y (vor und nacb Palatal). 

a) Vor Palatalen ist l die Regel, t, B. gebicnad l,6i; 
bicnode 25, 635; gebicnunge 6, 328; gebigan 1, 169; gebigde 10, 11; 
bigdonSbjbb; gebiged 34,92; gecigde 33,68; geciged 3,83; 
24,82; gecigst 34, ssn; digelan 32,52; diglian2jiis; digolnysse 
2, 103 ; geic (zu icean) 23 B, 751 ; bardan-ige 'Bardney (Eig.) 
27, 178; Undisige 'Lindsey* (Eig.) 26, 177; iglande 29, 95; geihte 
(prt. zu icean) 23,2?; lig 4,334; smic 31, 770; tigdon 35, i64. 

Folgende Formen baben neben gewObnlicbem i seltnes y: 
Die einzigen Belege fUr y sind gebygan 2, no ; gebygde 

4y253; gebygdest 4, eo; 169; gecygad 11, 171; gecygde 23 B, 441; 

gecyged 2,16; 134; 350; 5,35; 18,484; gecygd 30, 18. 

e erscbeint je einmal: in gebegde 2,324; recels 5,377 (I, y 

ist im letzteren Wort nicbt belegt). 

b) nacb Palatalen ist y die Regel, z. B. cypincge 21,75; 
gymene 6,153; gymdon 3,45; gymeleaste 13, uc (einmal nicbt 
umgelautetes geameleaste 13, 53). 

Die einzige Ausnahme rait l ist gimdon 4, 371. 



^ S3 - 

§ 65. Das zu ea gebrochene d zcigt sich zu ^ ttm- 
gclantcty z. B. in ast-nyxtan 33, 12; 33; i«s (nebcn baufigem 
nicbt uiugelnuteten cet-nextan^ vgl. § 113). 

AusgenommcD ist nai* einmai cetnixtan 30, ss. 

iu > y, i, 

§ 66. Das durch Brechung entstandene iu ist ansser 
vor Palatalen zn y urogelautet. Im letzteren Falle findet sicb 
mit nur wenigen Ausnahroen i. 

1. Ohne Palatal. 

Stets yj z. B. in byrhtnysse 23 B, ess (daneben hiiafiger 
heorhtny8se)\ gyrnde (prt.) 3, 570; hyrdas 5, 225; pwyrre 11, 94; 
wyrde 31, iss; yrre 1,99; gey r sod 2,288. 

Einmai stebt die franzOsiscbe Schreibung in gefum 37, 81 
(sonst stets gefyrn). 

2. Vor Palatal. 

Fast immcr i, z. B. in onliht (vb.) 3,72; Uhtad 23,2; 
gesihd (sb.) 10,83; -e 23 B, 2,^1; -urn 23, B, 435; forsihd 17, so; 
gesihd (vb.) 3,42; onlihd 3,72; gesihst 23B, 208; onlihtnysse 
23 B, 8. 

Die einzigen Formen mit y sind onlyht (vb.) 5, 109; ge- 
syhst 3,503; gesyhd (sb.) 37, 90; gesyhde bO, 10s. 

iu > y, f . 

§ 67. Der i-Umlaut von lu ist y. Vor Palatalen stebt 
jedocb in der Kegel f, selten y. 

1. Obne Palatal. 

Stets y, z. B. in bebyt (3. Ps. Praes. von beodan) 31, 142; 
cyiod (3. Ps. Praes. von ceowan) 4, s8(j. dypan 11,271; dyre 
6,8; forlyst 28, h8; styrenne l,io8; ge8trynde2,\&\ apy strode 
28, isT^ pystrum 4,219; trywde (sb.) 25,256; getrywe 25,266. 

Einmnl begegnet die franz5sische Schreibung in ^0- 
6rtt^ 37, 78. 

§ 68. Hierber gehort wohl auch betwynan 11, 21 (ueben 
seltnerem betweonan)\ nur einmai trittf auf in betwinan 31, 435. 

2. Vor Palatal. 

Mit wenigen Ausnabmen ^, z. B. flihst 23 B, sis; lihst 
(2. Ps. Praes. von leogan) 12,98; lihd (3. Ps. Praes, von 
leogan) 12,97. 






- s>8 - 

y steht nur in flyhd (dreimal) 'fliegt' 1, 135 ; 15, 198; 17. 111. 

§ 69. Das durch frnh-urengl. Kontraktion entstandene 
to ist obne Ausnahme zu y umgelautet, z. B. in frynd 3,4; 
fynd 1 1 , 108. 

Kapitel V. 

Kontraktionen. 

I. Verschlingen des unbetonten Vokals. 
1. Dnrch langen Velarvokal. 
§ 70. Hierftir folgende Belege: hefd 3, C49; under f 6 
25,182; wwder/bw 4, 13; under fob 25,5?; hdn 32, 215; ahdn 
2, 389 etc. 

2. Durch langen Palatalvokal. 
§71. Z. B. forded 5, so etc- 

3. Durch langen Diphtbongen. 

§ 72. Z. B. ^eo 9,83; wean 25,555; teonan'harm b,nb\ 
peonde 30,i'^peonde 37,5 etc. 

II. Dehnungen. 

§ 73. Debnung von e durcb Verschmelzung mit folgen- 
dem palatalem Vokal findet sicb in dem Worte ece. Die 
L&nge ist vielleicht durch Akzente bezeugt in 4ce 1,28; 3,45; 
4,385; 5,320; 8,232 (und noch ein paarmal). 

§ 74. Debnung von kurzen Diphtbongen durcb Ver- 
cinigung mit folgenden Vokalen ist eingetreten in ea 2, 390; 
ed 3,65; 23 B, 494; 507; 674; id (viermal) 27,53; 56; 28,33; 
30,328; earn 26, 7; gefean 33,67; forseon 2,124; geseondan 
37,142; forseod 25,69; geseod 24, 116; slean 23B, 41; sleande 
37,121; sweor (sb.) 33, 191; pweal ^washing' 30, 111; tearum 
3, 626 etc. 

§ 75. Der Diphthong io entwickelte sicb weiter tiber 
ie>ze>yy z. B. in twynad 31, 76i; twyniad 5, 107; tyn 
33, 327 etc. 

III. Bildnng langer Dipbthonge. 
§ 76. ^, « + Velarvokal erscbeint als eo, z. B. in freoU- 
dceg 27,18; -e 25,238; freols-dagum 3,479; freolsige 27, 14; 
onwreo 30,75 etc. 



- 24 - 

§ 77. l-^ce, e >f€, das hier als y; I auftritt, z. B. : 

1. y: sy 23 B, m; 54; 65;28e; 8^23 B, le (Regel);^ry 10, no; 
23 B, 490; 491; 510; prym 2, 116 (Kegel). 

2. I : prim 25,622; 27, i:»5;i5«; 30, 455; 32, s (viel seltener 
als g). 

3. yo : Bemerkenswert ist einmal syo 23 B, ecs. 



Kapitel TI. 

Der M-, a- und 9(?-Umlaut. 
1. Der t^-a-Umlant. 

§ 78. Der t^-Umlaut von Wg. e ist vor Liquiden und 
Labialeu meist eo, z. B. stets iil heofon 23 B, lee ; je einmal 
in weorode 20, 44 und im Freindworte feofore 2, 135. Mit 
Cbergang von weor > wor ausser wurulde (einmal; 26, see stets 
wotmlde 23 B, 452. 

§ 79. Der Umlaut ist unterblicben mit nur einer Aus- 
nahme in werod 25, 240 (sieh § 78); stets in melu 18, es; 
meleice 18, ec; mebrmals in fefore 31,575. 

§ 80. Vor Guttural ist der Umlaut stets unterblieben 
im Fremdwort regol 6, 59. 

§ 81. Der a-Umlaut von e ist nur in einer Form be- 
legt: fegla 23, 52; 77; 85i; 26,286 (sonst immer fela). (Cber ea 
statt des zu erwartenden eo, ef. Wroblewsky: „t)ber die ae. 
Gesetze des Kdnigs Knut", Diss. Berlin, 1901, p. 61, und da- 
gegen Blllbring, Angl. Beibl. XV 130 ff.; Sweet, Hist, of E. S. 
1888, § 435.) 

§ 82. Wg. i ist vor Liquiden und Labialen teils zu eo 
umgelautet. Sehr oft ist der Umlaut unterblieben. 

1. eo. 

Nur mit eo sind belegt: meoluc 7,45; seolfor 10,89; 
seolfres 23 B, 89; 24, 184; 25, ig; 469; 751 (und noeb ziemlich oft); 
neben hHufigem eo in bigleofan 3,221; aleofad 8,110; leofode 
3,597; end'leofan 15, si steht ebenso hRufig i, y, vgl. big- 
lyfan 5,325; lifad 12, isc; lyfode 12,288; endlyfan 18,269. 

Nur einmal mit eo ist belegt cleofan (lat. cltbanus) 5, stjo; 
einmal mit y syfon 3, 5 (sonst stets clyfan 3, 48o; seofon 10, 2); 



-^ 26 - 

einmal teolode 23 B, 402 {i ist in dieser Form nicht belegt). 
(Cf. Bg., Angl. Beibl. XV, 132 f.) 

Die einzigen Ausnabmen sind: 

Einmal Mora 30, 339 (daneben haufig heora). 

Schreibfebler oder lautliche Schwachung ist ea fUr eo 
in big-leaf a 7,26; -an 25, 815. 

§ 83. Der w-, a-Dmlaut von Wg. i ist vor Dentalen und 
Nasalen fast nie eingetreten, z. B. limum 25, 623 ; nider 
30, 106 ; tO'sliton 23, 79 ; asmipod 26, 173 ; witodlice 23 B, 145 ; 
gewritu 23 B, 590 etc. 

Wider die Regel erscheint der Umlaut in ceosole 
37,2715274 {i ist in diesem Worte nicbt belegt); heom (Ana- 
logiebildung nach heora) 23 8,402; 22, 21; 69; 23, 59; 101 (und 
noch ein paarmal); heonan 30, i«o; 18,285; 33, us; 35,285; 
heonon 23 B, 44 (und sonst noch ziemlich oft); leodum 23 B, 778 
(mit i nicht belegt); widneodan 18, loe; neoder 1,58 (da- 
neben gelten haufig Formen mit i). 

§ 84. Der Umlaut des im Ws. durch friih-urengl. Diph- 
thongierung nach Palatalen aus e entstandenen ie ist stets eo 
in ceorodon 13, 230; ceorung 13,233. 

2, Der t^j-Umlaut. 

§ 85. Der w?Umlaut von i ist fast immer eo, z. B. in 
peowene 23 B, 703; peowigende 23 B, 231; peowode 30, 281 etc. 

i erscheint nie als eo in besiwod 37, 260; siwode 15,23; 
besywodon 35, 159 (jedoch dreimal suwode 18, 101; 31, 700; 976; 
vgl. § 115). 

Anm.: Keinen Umlaut hd^i priwa 21,68 (z?). 

§ 86. Der 2i?-Umlaut von e ist immer eo, z. B. cneowa 
23 B, 471; cneowum 3,277; cneowdon 3,522; cneowode 34,87 
cneowodon 25, g; feower 6, 64; lareowes 2, 25; streowiad 12, 38 
streowod 37, 201 ; bestreowode 31, g62 ; bestreowodon 12, 35 
treoice 26,203; treowes 27, 12; peoican 2,8?; peoicas 25, 201 
deowum 25, 768 etc. 

Die einzigen Ausnahmen sind: 

1. ea haben streawodon 23,35; peawas {== peowes) 
23 B, 14. 

2. e steht in larewas {=^lareowe8) 3, 25; strewiad 37, 178. 

3 



- 26 -- 



Kapltel YII. 

Wirkungen anlautender Labiale. 
1. Verscbmelzung von ir4-i>y. 

§ 87. Fflr diese Erscheinung folgende Belege: nyste 
23B;i8s; nyston 25, 420; nyfe 23B, as; nytende 30,4?; nyton 
10; s etc. Einmal netenysse 3S, 2co (neben nytenysse), 

Nnr dreimal erscheint in diesen Fornien i: niste 30, zis'^ 
niston 23, 44 ; 30, sis. 

Anm.: HHufig begegnen auch Formen mit e, z. B. nella^ 
2y 71; nele 1, X24; nelle 4, 207; neUon 21, 438; nelt 3, sis etc. 

2. EinfKlBse des w aaf folgende Diphtonge. 

§ 88. Das durcb u-, a-Umlant gebildete iu ist in den 
meisten Fallen nach w zn u geworden, z. B. in stcustor 20, 70; 
geswustrum 20,69; swutol 25, 770; swutelice &, \zb\ gesioutelod 
2,64; swutelunge 2,226; geswutelian 23 B, 205; wucan 12, 51; 
wuda 4, 834 ; wudewe 5, 430 ; tcudutoan 2, 210 ; f erner mit Verlnst 
des w: cucu 2, 306; cuciad 12, si; ge-edcucode 25,794; cudu 
25, 50 ; fulluht 26, 71 etc. 

Von dieser Kegel weichen ab Formen mit nngebrocbenem 
i, das nach § 94 auch als y erscheint: Sehr hS,afig widewan 
25,756; -ena 25,765; wydewan 9,62; 10, 65 ; 77; -e 2,104; 10,54 
(und noch oft; Verb. w:y=2:3); mehr vcreinzelt swyster 
2,248; -or 5,176; zweimal cwyce 23 B, 387; samcwicne 33, 802 
(sonst nur cuce)-^ sonst noch fulwiht 30,72; -6 30,286; -eres 
23 B, 500 (neben gew5hnlichem fulluht-), 

Anm.: Neben haufigem swutelunge begegnet einmal 
sweotelunge 32, iso, das jedoch auf Hwetuh zuriickgeht. 

§ 89. Auch das durch Brechung entstandene iu tritt 
nach w immer als u auf in betwux 3, 669. 

§ 90. weo in der Verbindung weor + Vokal erscheint 
mit nur einer Ausnahme als wo in worulde 3, 670 (daneben 
nur einmal wurulde 26, 266). 

§ 91. weo in der Verbindung weor + Kom. zeigt sich 
fast ausnahmslos als wu, z. B. in swura 'neck* 34,864; swurd 



^ 2t - 

25,295; tjourpan 6,374} avmrpad 34,259; wurSmynte 2, sio; 
forwurdan 4, sn; gewurpan 25, sos; artourda 23 8,5; un- 
wurdan 23 B, 474 ; wurdad 26, 143 ; wurdode 2, 114. 
Ausnahmen : 

1. weor: Stets heisst es weorc 6, 9; neben gewShnlichem 
sicurUy swurdf gewurdan stebt eo nur je einmal in sweoran 
12,224; sweord'fcetelsas 2'^, 178; sweorde 2y9Qs\ geweordan 

23, 312. 

2. wor: Einmal ist wordode 16, 105 belegt (sonst stets 
wurdode). 

§ 92. Falscbe Schreibung wur- far wyr- findet sich 
sehr selten, so nur in wurm-cynne 17,32; wurmas 1,55; 4, 430. 

§ 93. toyr- statt wur- erscheint stets in wyrms 
^matter* 20, 04; je einmal in wyrdmyntas 11,92; wyrdmynte 
11, 326; arwyrdnesse 37, 277; licwyrdlice 23 B, 57; wyr dad 

37, 279. 

3. Einflass des w auf folgende einfache Vokale. 

§ 94. £s ist nicbt mit Bestimmtheit zu entscbeiden, in 
welcben Fallen Rundung von i > y vorliegt. In labialer Nacb- 
barsebaft sind neben Formen mit I, i folgende mit ^, y belegt 
(vgl. aucb §§ 4, 9): 

1. y. 

ilyndum, hyddad, bryne^ byfode, hyndan, byrnan, by- 
scopy gebysgode, byter, bydy clyf, clypad, clypian, clypunge, 
cioydas, cwyde, cwyst, cwydstj fry des, fyrstum, fyder, fyde- 
ininiy gyfan, gyfu, forgyfen, gyftu, grymetende, hwylc, hwylce, 
hwylcere, hwyder, ahwyder, lybban, lybbendum, andlyfene, 
lyfigendurrii gelympd, mycel, myldan, myddaneard, myites- 
trena, myltse, gemyltsian, myste, scype, syp-tolles, besmytene, 
sprycd, swyftnysse, swylcy sybbe, symble, symle, besywodon, 
tymbrode, awry ten, wyccum, wydewan, wylla, wyllad, wylt, 
laylle, wynd, wynstran, wyntra, wylcumian, wyste, wyston, 
wynde, wyte, wyton, gewytnysse, gewyttig, wytodlice, wydy 
wyder, yrnau, yrnad, yrnende. 

2. y, 

bygspelly bysmor, todryfd, hwy, hyred, hytc, lyfe, swyn, 
twyfeald, oferswydde, tyme, tyd, wyf, wyfige, swyde, -or^ 



- 28 - 

-est, toycode, toys-dome, wyn, wysan, wytega, gewytan, 
wytum. 



Kapitel YIU. 

Dehnungen. 

§ 95. Sicbere Belege fUr die Dehnung eines Vokals, 
bezw. Dipbtbongen vor einfacben SchlnsBkonsonanten oder 
gewissen Konsonantenverbindmigcn sind iiicbt bcizubriDgen. 
Dagegen bat vielleicbt der Scbreiber in mancben der folgen- 
den Falle Debnimg andeuten wolleu (jedocb nicbt bestimmt 
zu entscbeiden !) ; vgl. besonders die zablreieben Akzente in 
Kap. 37. 

1. Vor einfacben Scblusskonsonanten. 

gehAd (sb.) 8,227; forhdr 37, 172; dAg 2,195; dwdl-men 
3,816; fdr (Imp.) 33, so; forgit 1,43; gdd 'god* 1,95; hicAt 
1,187; Idg (prt) 3, sei; let 37,48; Idf 2,427; rndg 37, 90; man 
2, 36o; ealdor-mdn 3, 196; n^s {— ne wes) 1,69; sckt (prt.) 3,372; 
sum 1,7; sw^r ^column 3, 503; getil 6,268; wees 2, 3so; w^l 
2,176; w^r 3,292; wir 37, 105. 

2. Vor Konsonantengruppen. 

a) vor mhi Keine Belege. 

b) vor nd\ dndan 37,82; band 23 8,132; tinbdnd 5, 116 
hdnda 37, 132; Idnde 37,8; stdnd 23 B, 193; geendian 37, so 
wind 18, 151 ; wind 31, a96] gebUndene 31,4g'^ asttindian 23, 299 
wttnda 37,165; gewundoden 37,166; wUndum 37, 165; 

e) vor ng: swdng 37, i58; hengene 37,98; hcemed- 
ping 3, 204. 

d) vor Id: sceoldan 37,56; scSolde 37, so; wdlde 37,69. 

e) vorrd: heardan31,iQ\\ ?^drd 23,767; irordwrn 37,97; 
wUrde 37,69; wurdon 37,278. 

f) vor rl: Keine Belege* 

g) vor rn: bedyman 37, 137; gefUrn {=gefym) 37, si. 
b) vor rd: Keine Belege. 



- 29 - 

§ 96. In folgenden Fallen hat der Schreiber auch vor 
Verbindungen mit stimnilosen Konsonanten Akzente auf den 
Vokal gesetzt, oder auf einen Vokal in offener Silbe (vgl. 
Bg. A. Beibl. IX, 75. H. Sweet, A. Hist, of E. S. 1888, 
§ 395. L. Morsbach, Me. Gr. § 55 u. , § 94, A. 2). 

1. Vor stimmloscn Konsonantenverbindungen. 

a) vor mp\ geldmp 37,225. 

b) vor nc: drdnc 37,87; stdnc 25,545; stcencl, i98'^ ge- 
swdncan 37, ne; drencum 37,62; geswencednysse 37,98. 

c) vor rt: cwedrterne 37,48; Uartran 37, i64. 

d) vor re: smercode 'smiled' 37, uo; wyrcan 37, 217. 

e) vor rp: scearpe 37, 179. 

f) vor cd: speed 37, so. 

g) vor eg : ge-eegode 37, 179. 
h) vor rs : gcerstapan 23, 57. 

2. In offner Silbe. 

a) d: ewdeedon 23, 100; hand-gemdean 23, 421; rdeentea- 
gum 37,46; wdnode 23,127, 

b) (e: togddere 23, 20; mdgen 37, isi. 

c) 4\ gebSdum 35, 255; gehefegode 37, 49; Mre-toga 37, 21; 
hetolan 37, 211; hetole 31, m] heteliee 31 , 98'^ gehr^pode 23, ^ii'^ 
ledenum 'Latin* 37,9; genire 23, 50; were 37, i89. 

d) i, y: hydelas 23, 4.1 \ hifedon 23, 100 \ bitere23j ib'^ lipa 
37,99; myne 23, 11; sige 2,379; stigon 23,3?; witodliee 37, 41. 

e) 61 gdda 4,252; hdpedon 23,53; hdpode 31, bo. 

(tJber die Akzente in ae. Hs6. sieh neuerdings L. Schmitt, 
'Die Akzente in ae. Hss.'. Bonn 1907, und W. Keller, 'tJber 
die Akzente in den ags. Hss.', in den Prager Deutschen Stu- 
dien, 1908.), 

Kapitel IX. 

Jiingere Diphthongierung durch Palatale. 

1. Dipbthongiernng sekundarer Palatalvokale. 

§ 97. Das nach Palatal stehende e < wg. a + i,j er- 
scheint stets als y in geseynd 3, eis; gescynde 9,34; geseyn- 
dest 11, 234 etc. 



- 30 - 

§ 98. Das durch i-Umlaut aus ei<wg. ai hervorg«- 
gangene (t findet sich immer zu €a diphtbongiert, z. B. in ge- 
scedd lf99\ ungesceadwyse 3, 220 etc. 

2. Diphthongiernng von Velarvokalen. 

a) nach j. 

§ 99. jA ist in der Kegel zu geo diphthongiert, z. B. 
in geogad 4, 311; geogode "dO^ d2o\ geonga 4, 411 etc. 

Daneben finden sich auch ziemlicb oft undipbtbongierte 
Formen, z. B. iuce 29, its; iugode 20,66; iugud 31,s29; iung 
32,6; iungling 25f iss {u\q geongling) '^ iunglicre 18,459; iungum 
25, 10s; fast stets ist u erbalten in dem WOrtcben iu, woneben 
nur einmal geo 30, 273 belegt ist. 

§ 100. jd findet sicb stets als geo, z. B. in geomerunge 
21,331; geond 2,29 etc. 

b) nacb sc. 

§ 101. Ae. a vor Nasal tritt stets als ea auf, z. B. in 
sceamlease 7, 189; sceandlic 5, 280 etc. 

§ 102. Ae. fast stets > eo, z. B. 8ceo7*tlic 4,!m etc.; 
die einzige Ausnabme ist scortostan 4, 140. ^ 

§ 103. Ae. wurde fast immer zu eo, z. B. in gesceop 
5, 229 etc.; die einzigen Abweicbungen sind je einmal scd 21, 126 ; 
scoc 31, 786; scof 26, 263. 

§ 104. Ae. u ist in den meisten Fallen zu ed dipb- 
tbongiert, z. B. in sceocca 3,375; sceoccan 6,304; sceofan 14,88; 
besceofan 7,219; utsceofe 23 B, 459; asceofen 23 B, 415; sceolan 
24, 35 ; sceolde 25, 188 ; asceotan 20, 63 etc. 

Die einzigen Ausnabmen sind: scucca 31, 174; scuccan 
36,404; scufan 36, 119; scufon 11,145; bescufon 18, 440; 21,44o; 
sculon 11, 357; 12, 8; scuton 32, ue; nur u bat onscunad 12, 127; 
onscunie 12,127; onscunode 35,58 etc. 

3. Dipbtbongierung in der Gruppe seh 

§ 105. In dec Gruppe sel erscbeint fast ausnabmslos y, 
z. B. in syllan 3, 215; syle 30, 435; syllic 25, 564; sylf 7, no etc.; 
abweicbend ist nur zweimal sele (Imp.) 12, 125; 30, 433. 



— 81 — 



Kapitel X. 

Andere Palatalwirkungen. 

§ 106. Eb ist schwer, genau zu entscheiden, wie weit 
folgende Palatale ihren Einflnss auf das aus it nmgelautete y 
ausgetibt haben. In Betracbt kommen folgende Formen: 

1. y>t' 

ablicged'^ bicgan-^ hricge^ kicenan (einmal); cining-^cinges 
(zweimal); criccum-^ drihten (nur ein paarmal dryhteh)\ drih- 
tenes'^ drihtenlice; gingra] hihte'^ gehihtad\ ofhingrod\ hricge\ 
geniht8umiad\ tihtan'^ tihte\tihton\pincan\ pined \ gepincdum 
(Belegstellien sehe man unter e-Uml.). 

§ 107. Ist das y jedoch von dem folgenden Palatal 
dnrch ein r getrennt, so bat es sich fast stets crbalten, z. B. 
immer in bebyrged; myrhde\ neben sehr haufigera byrg begegnet 
allerdings zweimal birig 23, loi ; 205. 

2. y>t* 

Entrundung von y>l ist sehr selten und kommt stets 
in folgenden Formen vor: brice\ drigum\ gewisce] wiscte^ 
getoiscte] wiscton. 

eo>iy y. 

§ 108. Das dnrch Brechung entstandene eo ist in diesem 
Texte durch folgendes ht, hs zu i, y umgelautet. Dabei ist 
jedoch zn bemerken, dass das i, y aucb in Formen, die ur- 
sprtinglicb velare Aussprache der Gruppen ht, hs zeigten, ein- 
gefflhrt wurde. 

1. In den meisten FMlen steht entweder stets oder 
tlberwiegend L Nur mit i sind belegt: cniht 3, 403; cnihta 
24,122; cnihtas 4,254; cnihte 25, 193; cnihtum 2,84; riA^ 3,290; 
rihtan (adj.) 33,32; rihtlic 23 B, 437; rihtlicost 23 B, 494; toith- 
lande {=wihtlande) 21, 395; neben folgenden hS,nfigen Formen 
mit i finden sich auch solche mit ^ (sieh unter 2.): six 25, 190; 
sixtan 30,388; sixtig 25,363; six-tyne 31,557. 

2. Sehr selten steht y. Alle Belege hierf lir sind : myxen 
30,200; syx 3,195; 19,4; 21,147; 22,169; syxte 16,356; syxtig 
28,18; syxfyne 6, s48; 20,73; 21, hs. 



- 32 - 

§ 109. Niemals mit Palatalunilaut steben meox 26,261; 
peohtas 26, loe. 

§ 110. Brechnngs^d ist vor h uieistens geblieben, z. B. 
in feaxes 30,465; westseaxenan 26, 128 etc. 

Die einzigen Ausnahmen sind folgende Formen: 

1, ^ findet sich in fex 7, 145; 147; 16,76; fexe 19, 220; 
flexe 4,898; sex 'knife" 31,69 (ea ist in diesem Wort nicht 
belegt); westsexena 26, 121; 122; 32,38; wex 14, iss; 86,409; 
wexende 23, C2i; toexd (3. Ps. Sing, zu weaxan) l,iio. 

2. oe haben nur die drei W5rter foex 2, 50; sidfrnxede 
19,221; Icehtre 31,884. 

§ 111. Immer findet sicb e (seltener dp) statt ^a in den prt. 
and part, gewisser Verben. (Von der grossen Menge der Bei- 
spiele ftihre ich nur einige wenige mit je einer Belegstelle an 
und verweise im tibrigen auf Siev. § 407 A 9.) 

Als Beispiele m5gen dienen: 

1. Mit e: cwehte 8,91; gedreht 6, is; drehton 3,669; ge- 
reht 10,4; rehte 6,162; rehton 30,279; astrehte 6, isi; astreh- 
tum 8,184; awreht .6,\n'^ a-wrehte 3, 112. 

2. Mit ce: Nur dreimal in astrcehte 3, 67; astrceJitum 7, 224 ; 
wcehte 11, 241. 

§ 112. ia nach c, g, sc ist in den meisten Fallen un- 
verandert geblieben, z. B. in ceaster 8,233; begeat 5,328, 
sceattas 5, 202; heceapode (prt.) 9, 53 ; gear 9, 42; sceape 2, 100 etc. 
Nur ganz vereinzelt erscbeint ein paarmal e, sehr selten ce 
(vgl. auch §§ 16, 1; 46; 47; 48; 49). 

1. h 

c4pe 19,235; cepes 31,324; forgefon 5,282; g^r 33,32?; 
gesthuse 30, 258; get 'door 27, 108; get (prt.) 31, 1114; gete 10, 26; 
aget (prt.) 30, les; beget 30, 214; 34, 191; onget 33,284; under- 
get 31,139; seep 31, 1055; sc4p 13, 260; 18,17; scet 'treasure^ 
12,101; 8c4t 18,335; ascet (prt.) 18,220. 

2. ^. 

Nur je einmal in gcet (sb.) 31,667; gcete 31, 1153; ongcet 
(prt.) 30, 170; sccet (prt.) 11, 211; sccet 3,73. 

§ 113. ea vor palatalem h, g, c blieb im allgemeinen 
erhalten, z. B. in neah-gebur 21,36; cet-neaxtan 30, 40 etc. 



- 33 - 

Neben diesen Fornien ersclieinen jedoeb aucb solchc mit 
e und selten mit ce {ce jedoeb nur bei ^a < au). 

1. Brechungs- sa>s. 
Die Belege sind: neh-gebiir 18, 190; neh-gebura 31,258; 
nehgeburas 35, lu; neh-geburum 18, iss; ne^fan 3, 530; ende- 
nehstan 6, le'^ ende-next 23 B, 294; 31, 844; nextan 3, sas; 29, 119; 
31, 797; 805;8i4 (sonst kommen diese Beispiele noch ein paar- 
mal vor). 

2. ea (< wg. au) > g, ce, 

a) S&mtliche Formen rait e sind: sigebecn 6,59; ecan 
13,138; ecean 12, 79; 87; 107; 113; 269 (and sonst noeb ein paar- 
inal); egdyrle 31, 1126; 36,69 {Sa ist in dieser Form nicht be- 
legt); anegede 33, 321 {ea kommt aucb bier nicbt vor); heh- 
setle 31,228; hextan 31,228; peh 23, 155; 30, 199; 3*^, 115; 168; 271 
(nnd sonst nocb ein paarmal). 

b) Mit CB f inden sich nur cegdyrl 33, 205 ; swa-pceh 1 , 46 ; 
swa-pceh 1, 55. 

§ 114. ea<wg, dy welcbes nacb Ausfall eines g ge- 
debnt wurde, tritt gew5hnlicb als &a auf, z. B. in ongean 
4,257; ongean 37, 12; to-geanes 6, isc etc.; daneben findet sicb 
b^ufig ongen, z. B. 30, 137; 274; 349; 394; 33,33 (und nocb oft). 

Kapite] XI. 

Akzentverscbiebung bei fallenden Dipbtbongen. 

§ 115. Sicbere Falle sind nicbt belegt. In Kap. 23B. 
bat der Scbreiber in den Formen bredc 23 B, 521; 536; 628; ge- 
ceds 23 B, 543; edc 23 B, 535; 632; 686; 652 Akzente anf das a ge- 
setzt. Sonst findet sicb nocb einmal ceowan 24,49. Nacb 
Akzentverscbiebung trat Mouopbtbongierung ein in suwode 
18, 101 (sonst nur siwode, sywode, vgl. § 85). 

Kapitel XII. 

Kttrzung langer Vokale und Dipbtbonge. 

§ 116. Ktirzungen in gescblossener Silbe vor langer 
oder raebrfacber Konsonanz. 



- 34 — 

1. KiirznQg trat stets ein in bilewit 7,8; siddan 25,552; 
twentig 4, 87. 

2. Ktlrznng des ^ zeigt stets gebletsod 2, ni ; bletsunge 
2, 7i; e>cB weiBt aaf Kiirze in blcetsian 12, 70; bloetsigende 
23B, 64o; geblcBtsod 21,9i. 

3. Assimilation des aaf den langen Vokal folgenden Kon- 
sonanten weist anf Ktlrze in blysse 2, m; blissoden 2,278; 
cydde (prt.) 2, 180; wimman 2, 120; vgl. dagegen die sclten vor- 
kommenden Formen cydde, tot f man (§ 157; 160). 

4. Eonsonantenverdopplang beweist Ktlrze in folgenden 
Fallen : 

Stets gekQrzt erscbeint attor 2, t38; attre 6, sse; ceftrig 
17,127; hlceddre 1,22; hluttor b, %ts] nceddran 5,75 (allerdings 
einmal ncedre 37, so); auch folgende vereinzelt vorkomniende 
Formen denten anf Ktirznng: Je einmal goddre 2, 126; hattast 
14, 107; hluddor 18, 119; hluddre 3, 346; htcittran 30, 46i; geliccre 
12,107; eadmoddran 31, 143; moddrian 15, 159; riccran 1,45; 
gesicclod 26,205; siddran 23 B, 177 (sonst begegnen die letz- 
teren Formen obne Eonsonantenverdopplung). 

§ 117. In ursprflnglich offener Silbe findet sich Kdrze, 
z. B. stets in drynnysse 6, 38 ( jedoch einmal prynysse 30, 452) ; 
prytteodan lyW^prittig 25,568; dryttig 4,335. 

B. Die Vokale der nicht starktonigen Silben. 

Kapitel XIII. 

Schlussglieder von Kompositis. 

§ 118. In folgenden meist hanfig erscheinenden Kom- 
positis erscheinen die zweiten Glieder gescbwacht: 

1. a > 0. 
hlaford 2, 159. 

2. a> u. 
woruld 2, 20. 

3. ai > CB > e. 
andettad 29, 220; andette 4, 192. 

4. CB > 6. 

cwearteme 4, 209; dagegen blieb cb einmal in cweartcern 
37,176; einmal steht ea in cweartearne 37, i9o. 



- 35 - 

5. <C > 6. 

hyredes 2, 214; fcereht 23,358; nur eiDmal erscheint ce in 
hiwrceden 18, 90. 

6. a> 0. 

earfodlice 6, 310; eorod 28, 9; e 25, sss (vgl. Bg, § 377 b). 

7. e>o. 
weofode 3, 137. 

8. ea '> e» 

andwerd 6, 228 ; -an 4, 155 ; andwerdnysse 8, 101 ; inwerd- 
lice 8, 183 ; to-werdan 4, 103. 

9. ea > CB. 
andwcerdan 2, 2J5 (nur einmal belegt!). 

10. a statt ea. 
anwaldan 30,452; Cedwallan (Eig.) 26,28. 

11. statt ea, 
Oswald (Eig.) 26, 17. 

12. ea> ce, 
racentcegum 2, iss. 

13. u statt 6a. 
fultum 31,182; -es 2,357. 

14. CO > e, 
Einmal larewas {=lareoioes) Sjis (Scbreibfehler?). 



Kapitel XIY. 
Die auslautenden Vokale. 

§ 119. 1. -a. 

Auslautendes -a ist stets unverHndert geblieben, z. B. in 
arleasa 8,112; fixa 25,572; fugela 23 6, 182; ^0f?a8, 59; hrepa 
(Imp.) 11,224; leasunga 2,112; marfira 37, is; muneca 6,51; 
neh-gebura 31, 258; gesomnunga 23 j 33 etc. 

2. -e. 
Auslautendes -c erscbeint in den meisten FS,llen als e 
erbalten, z, B. in gebede 8,144; hlysse ll^iie; crcefte 8^61 
gedwimore 31,346; clifer-fete 25,79; fro f re 8,143; lufe 8, i87 
pice 'pitch* 9, iis; nee 9,132; stole 21,458; getele 2,215; cpi 
ywe 23, 568 eta 



- 36 - 

Die cinzigen AnsnabnrieQ sind: 

1. -ce statt -e: ctceUerce 37, »m; forspennincgce 8^ is; 
dcerce 8,2; fenicr im Eigennamen chromatics 5,207. 

2) -a statt e: eadiga (Nora. Feni.) 10, iie; hatta (prt.j 
20,4; heorta (Nona.) 13, 315; dcera (Sing. Fera.) 15, 132; 28,83; 
awenda (prt.) 23 B, 34. 

3. u, 

Aaslautendes -u tritt im allgemeinen als -u. auf, z. B. in 
cudu 24, 80; gifu 29, 175; holu 16,157; lufu 16,247; sunu (Nom. 
Sing.) 7,424; «MnM (Ace. Sing.) 7, 414; tintregu 8,n'^ hurh-waru 
8,197; witu 37, i&s etc. 

Die einzigen Abweichungen sind: 

1. Bisweilen steht -a fflr -u in suna (Nom. Sing.) 7,428 
{suno kommt nie vor); -o statt -u erscheint nnr einmal in 
tintrego 37, 153. 

2. In drei Fallen erscheint die Schreibung v fUr w, vgl. 
limv 16,278; lufv 16,253; witv 23, 112. 



Kapitel XY. 

Die Vokale in altenglischen End- and I4ittelsilben. 

A. Die Vokale in ae. Endsilben. 

Hier sollen alle Endsilben mit auslantenden Konsonantcn 
angefUhrt werden, einerlei ob sie alten Suffixvokal oder vor 
Liquida oder Nasal entwickelten Sekand§.rvokal haben. Bei 
den allgemein geltenden Formen, sowie bei den baufig vor- 
kommenden Abweichungen fOhre ich hier nur eine Belegstelle 
an. Die seltnen Formen babe ich gerade so behandelt, wie 
diejenigen der haupttonigen Vokale (sieh Einleitung). 

1. Endsilben auf -Z. 

§ 120. a) uh 

Zweimal irw deoful 1,5; 23, 451; ein paarmal in sawul 
(besonders in Kap. 1) 1,93; no; 112; 131; 142 (und sonst noch 
ein paarmal); die gewohnliche Endung ist bei beiden For- 
men 'oL 



- 37 - 

b) "ol. 

ol erscheint sehr oft, z, B. in apostol 1, 189; deofol 3j9qs'^ 
hagol 4, 427; pistol 18, is?; plegol 21, 298; regol 6, 59; sagol 4, 142; 
sawol 3,49; stadolfcestnys 23B, »?; swutol 5,273 etc.; aiis- 
gefallen ist der Vokal der Endsilbe in hweowl 'wTieeV 14,93 
(einmal; rait Endsilbenvokal nicbt belegt); hHufig in sawl^&yiti^. 

c) -rf. 

-eZ erscheint stets nnd meist bkufig in adel-seade fy,4&%'^ 
cencgel 10, 121; cedel 2, 85; husel 3, 114; my eel 3, 347; «^greZ 36, ei; 
tempel 2,387; ydeZ 1,109; y/leZ 3, 307 etc.; -el begegnet neben 
hanfigeni -ol ebenfalls oft in hetel 29, 204; sticel 18, 10; swutel 
32, 250 ; der Vokal der Endsilbe fehlt haiifig in tempi 25^ 10; 
einmal in husl-gange 23 B, 7^4. 

2. Endsilben auf -Id. 

§ 121. woruld 2, 428 (in dieser Form ist nurw belegt); 
einmal schvvand der Endsilbenvokal in world 37, u. 

3. Endsilben auf -r. 

§ 122. a) or. 

-or ist die gewohnliche Endsilbe in folgenden meist 
hauf igen Formen : attor 2, 138 ; bysmor-fullum 2, isi ; cancor 
6,284; dohtor 2,175; gedwimor 31,829; ealdor 2,117; furdor 
1,20; modor 2,312; nador {= nahwceder) l,8i; 6*eo7/br 10, 29; 
snotor 5,4; sumor-hus 36,98; on-sundor 3,125; swystor 5, nc; 
tuddor 33, 314; ^^wor 4,424; ufor 1,23; wuldor 2,427; ferner 
im Konip., z. B. hrador 5, 216 etc. 

b) -wr. 

Nur einmal in modur 4, 55 (daneben gew5hnlich modor). 

c) -er. 

Stets in cafertune 6,324; ceaster 3,95; eower 4, ise; 
feeder 2,235; fceger 6,290; f eower 33,87; foster-cild 2,243; 
forliger, 37, 135; hweder 4, 204; hwider 4, 282; Zigier 'Loire' 6, 159; 
mceder (= meder) 2, 250; mynster 2, 311; oc^cr 4, 33; ^idcr 2, 220; 
ttwcer 3, 304; tcoefer-syne 4, 316; wceter ii,n; winter-tid 4t,zb\ 
tdder-winnan 6, 472 ; in folgenden WOrtem erscheint ebenso 
oft -or: dohter 3,358; frofer 4,9i; snoter 1,157; der Vokal der 
Endsilbe fehlt ziemlich oft in forlygr 1,103. 



- 88 - 

d) -ir, -yr, 
An^scbliessHch in martir 37, 40; martyr 5, 265. 

4. Endsilben auf -rd. 

§ 123. 'Ord stets in hlaford 2, 159; -erd in sacerd 5, 256. 

5. Endsilben anf m. 

§ 124, 'um. 

Die Dat. Sing. Masc. und Nentr. beim starken Adjektii^y 
sowie die Dat. Plnr. der Substantiva, Adjektiva und Parti- 
eipia, und beim Adverb. 

UnregelmHssig sind nar folgende Formen (mit Angabe 
aller Belegstellen) : 

1. -an. 

(BgesUcan 6,139; cehtan 34,28?; blostman b,3si; mycclan 
23,96; fomtihtan 5, so; awyrigendan 18,324. 

2. -am. 

dcedlicam 3, 281; mycelam 37, 14; arwurdam 37,76. 

3. -OW; -om, 
celfremedon 25,54?; sprcecon 5,211; swylcon 23,89. 

6. Endsilben anf -n. 

§ 125. a) -an. 

Hierher geh5ren vor allem die Infinitive and gewisse 
Formen aus der schwacben Deklination. 
Die Ausnabmen sind : 

1. -on statt -an. 
celcon 23,508; 519; 589; 596; celmihtigon 6,6*^ beafon4,us; 
beodon 28, 42; bilon 23, so; binnon 5, 208; blddigon 23, so; buton 
24,30 (nnd noch ein paarmal); bebyrion 16, 169; tocnawon 
27,204; cnihton 23,283; cumon 32, 201; dracon 5,75; eagon 
7,153; earhlicon 23, sso; fremion 31,463; ligcon 23,80?; lufon 
31,594; macion 5, 46o; madon 4,212; gemeton 32, 144; miltsion 
14,119; for-moUnodon 20, no; riddow 31,62; a^c^o/bn -18, 345; 
«idon 5, 33?; 23,47?; for-stelon 29,328; pingon 23, 130; 600; 73c; 
port'toeallon 23,76; ics; getoilnion 7, ssi; onwyrigedon 5,356. 

2. -Mm, 'Un statt -an, 
halgum 6,139; 31, 729; unofer svoidendum 14,35; wynsti- 
mun 7, fii. 



■^ 30 - 

9. -en statt -an. 
deopen 31 J fm'^ gangen 23 B, 407; ongyten 23B,26i\ ahea- 
wen 31,399; Ueden 31,563; tosceaden l^iss; smeagen 1,20; 59; 
71; 133; iJNT (und soDSt nocb einmal); gelyfeden 3,94; gewy- 
sigen iy us. 

4. -a statt -an, 
gastlica 23 8,72; lichama 23 B, 750; mynstra 31,425; 
geryna 30, 94. 

5. -CBW, -e statt -an, 
gebidde 23 B 751 ; to-cndvccen 37, es. 

b) -on. 
Stets in diacon 6,273; heofon2,9o] hwanon 4,36'^ hwUon 
30,238; on-sundron 3, 420; gew5hnlich stebt -on in seofon 10,2 
(daneben seofan4,9'^ 225; 241; 254; 420 und sonst nocb ein paar 
mal). on erscbeint ferner fast inimer im Plur. Ind. Prt. Die 
einzigen Ansnabmen bierzu sind: 

1. -an. 

cneowan 30,249; on-cneowan 30,266; coman 4,28; 370; 
372; 7, 29i; 9,147 (und sonst nocb ein paarmal); acwealdan 
18,198; feollan 18,257; afundan 8,214; fyligddn 8,200; wceran 
4, 211; 8, 174; 37, 132, 

2. -en. 
eoden 5, ne; begeaten 4,26. 

3. -WW, -e. 

cystun 37, 221 ; penode 30, 263. 

c) -en. 

agen 2, 239; cefen 3, 259; begpn 5, 208; drihten 2, 281; fcegen 
6,136; facen-fullan 2, 190; fceaten 3,234; fyren 3,499; heeden 
2,27; mceden 2,22; mcegen l,i58; mergen 6,209; o/en 2,397; 
openlice 2, iso; ^accn 3,68; twcegen 2,26*; ^cgrew 25,ii88; mit 
ausgefallenem Vokal der Endsilbe, nur in /acn25, eos; 31,302; 
mcegn 3, cii; rodetacn 31, 720; M?apn 25,296; tooZcw 18,149; 
in d^yn stebt selten Yokal, so nur in Segen 25,688; pcegen 
29,206; dcegen 29,249. Ferner erscbeint -en in gewissen Part. 
Prt. Davon sind nur ausgenommen : 

1. -an. 

forgifan 31, 1462; gehatan 37,22; forlcetan 30, 20; 206; 
942; of slogan 5, ss6; awrytan 20, 41. 



- 40 - 

2. 'cen, 
Einmal in ofsltegcen l,iio. 

7. Endsilbcn aaf -nd. 

§ 126. heel-end 2, 256 ; alysend 23 B, eos; scyppend 3^ 612; 
duaend b, S09; wealdend 2, iss. 

8. Endsilben auf -c. 

§ 127. a) -ttc, 

buterue 6, 28»; mattuc 23 B, 765 ; meoluc 7, 45 ; T^mnuc 2d,85i. 

b) 'ic. 
calic 6, S86. 

9. Endsilben auf -rf, -^ 

§ 128. a) "Od. 

abbod 2,117; arod 11, 13; heafod 5,358; nacod 3, 70; /fa- 
mod 2,316; weofod 6,236; fcrner baben -odf stets die Participia 
der Bchwaehen Verben 2. Klasse, z. B. gefretewod 9,24; gre- 
fullod 2, 12 etc. ; ohne Vokal steht hanfig ardlice 32, 53. 

Auffallend ist die Endsilbe -od in fyrod 30, 295 (einmal), 
das sonst nur als fyrd auftritt. 

b) 'Ud. 

Nur in abbud (zweimal) 23 B, 227 ; 357 (gew5bnliche Form : 

abbod)* 

c) -ed. 

Stets in frecednyssum 5, 68 ; hcemed-ping 3, 204 ; f erner 
in den Participien der schwachen Verba 1 . Klasse, z. B. in 
ablicged 3, 120; gecnissed 30,192; aatired 30, 339 etc. 

d) 'Ot. 

Ausnahmsweise in abbot (dreimal) 23B, 260; 282; 290 (ge- 
w5hnlich abbod). 




- 41 - 

b) 'ingy -incg. 
cyning 6,474; cynincg Tjses; earming 3, 371; earmincg 
35,272; ncemnincg 23,684; peowetlincg 8,6; einmal begegnet 
earmingc 8, 95. 

q) ung. 
bletsung 3, 71 ; gelapung 23, 768 ; gewylnung 4, cos. 

11. Endsilben auf -s (ss). 
§ 130. a) -as. 

Nur im Nora. Plur. Masc. der o-Deklination belegt, z. B. 
in (eceras 30, 215; heater as 4, 142; cyder as 2, 378; ehteras 
4, 95 etc. 

b) -es, -ys. 

-es steht gewOhnlicb in celmes 14, 119; daneben seltner cpZ- 
my 8 12, 149. Ferner crscbeiDt -es in der Dekiination, z. B. apostoles 
2,24; hettendes 33,57; huntodes 30, 104; rcegeles {= hrcegeles) 
23 B, 792 etc. 

Aasgenommen ist nur je einmal hivxes 37, go; peawas 
(f^Y peowes) 23B, 14. 

c) -^is. 

Diese Endsilbe erscbeint ziemiich selten, z. B. in sarnis 
31,590; stuntnis 1,228; daneben ist die Endung •nys{8) viel 
gewOhnlicher (sieh unter d, e). 

d) -nys. 

angsumnys 35, 352; arfcestnys 1, 236, wcestmbcernys 28, 102; 
cedelborennys 8f A6'^ gedrefednys 33,243'^ eadmodnys 12, 2st^ un- 
eadnys 23, g2i; earfodnys 16, 241; ehtnys 29,329; glcednys 
31,300; healicnys 30, 281; gelcerednys 33, 30; gelicnys 5,272; 
anlicnys 23,669'^ rihtwisnys 1,159; sarnys 31, 200; sarignys 
23,102; polmodnys 16,334; gepungen-nys 31,299; wel-willendnys 
31,298; anwylnys 4, 310; wynsumnys 5,393. 

e) -nyss. 

cehtnyss 2, i4 ; wcestm-hcernyss 7, 02 ; cedelborennyss 2, ss ; 
ende-byrdnyss 3, 143; gecydnyss 2b,b9\ dyrstig-nyss 34, 311; 
fel-nyss l,i9z'^ halignyss 31,3^7;, upahefednyss 21 , uo] alysed- 
nyss. 8, 204y, modignyss 34t, ^2a\ anrednyss l,i65; ontendnyss 
2, 173; unwynsumnyss: 4, 215; , ydelnyss 5, 274; yfelnyss 27,.i69. 

4 



- 42 -• • 

f) -nes. 
-nes begegnet sehr Belten, so nnr je einmal in foegemes 
23, 127; prynnes 1, is. 

g) 48C, -yse. 
Haufig in LUnderadjektiven, z. B. in engliac 2&, m-^ gre- 
cisc 2, 44 ; ludeisc 3, 153 etc. ; ferner in mennisc 25, 417 ; nnr 
einmal erscheint -ysc in scyttysc 26, e? {-isc ist in diesem 
Worte nicht belegt). 

12. Endsilben anf -st, 

§ 131. a) 'OsL 

Die Superlative haben gewOhnlich -ost, z. E. bremost 
3, 11; leofost 25, 576 ; of tost 6, 48; swidost 2, 107; yldost 3, 12 etc.; 
daneben fast ebenso oft -est (sieb unter b); ausser den Superl. 
kommeu andere Formen luit der Endsilbe -ost nicht vor. 

b) -est. 

hcerfest 27, 17; ferner im Superlativ, z. B. in cerestA, iss; 
fyrmest l,i7o; leofest 6,141. 

c) -ast. 

Nur einmal belegt in gecwemast 27, so (neben gewohn- 
lichem gecwemost), 

13. Endsilben anf -d. 

§ 132. a) -ad. 

Stets huntad 30,25; monad 3, ss; einmal geogad 4, 311 
(gewohnlich geogody sieh unter b); ferner die Verbalendung, 

b) -od. 

Gcw5hnliche Endsilbe bei geogod 5, 36i; innod 30, 340; 
ausnahmsweise steht -od ftir -ad in der Verbalendung nur je 
einmal in folgod 27, 192; geunrotsod 16,290. 

C) 'Ud, 

Nur einmal belegt in iugud 31,329 (gewOhnlich -od). 

B. Die Vokale in ae. Mittelsilben. 

Hier sind alle Vokale angeftihrt, wie sie vor den ein- 
zelnen Konsonanten erscheinen, ohne Unterschied, welcher Art 
der Vokal frtiher war, oder ob er vielleicht ganz fehlte (sieh 
auch das im Eingange von Eap. XIV Gesagte). 



^ 43 ^ 

1. Mittelvokal vor, t. 

§ 133. a) -ttZ. 

'ul erscheint Dur je einmal in sagulan 23, sts; iabutan 
23, 3i2 (ein audeier Mittelsilbenvokal ist in den beiden WOrtern 
nicht belegt). 

b) 'Ol 

Diese Mittelsilbe ist sehr baufig vertreten und begegnet 
stets in apostoles 2,24; rum-gyfolan 5, sso; pistole 17,2; 
regoles^y\ho\ sicicoZ^ 2, igs; purhwacole 11,44; pancollice 3,44; 
in folgenden Formen begegnet neben -ol aueh ott-el: digolan 
2,242; hetole 26,685; sticolre 3,235; swutole 23 B, 757. Der 
Vokal der Mittelsilbe ist ausgef alien oft in d«o^/caw 23 B, 540; 
je einmal in digrZe 31, 313; diAZice 30, 147 ; zweimal in hweowle 
'wheeV 14,86; 14,92 (daneben h'siutig deofollican, digole, digol- 
lice'^ hweowole kommt nicht vor). 

c) -el. 

Stets in adelan 5,463; cedele2,2i\ hydele 2^, i%^\ cande- 
lum 35, 312; fugela 23 B, 182; rcegeles (= hrcegeles) 23 B, 792 
mycelne 2, 293; stypele 6, 93; swingelum 5, 27; geswutelod 3, 89 
yfele 6,83; -ol neben -eZ haben: atelic 1,155; digellice 2,341 
digelre 3, 420; swutelre 6, i48; swutelunge 2,226. 

. Ausfall des Mittekokals ist eingetreten baufig in ^^t^Tn 
30, 210 ; einmal begegnet dddZe (sic) 23 B, 342 neben gewOhn- 
lichem adele, 

2. Mittelvokal vor Id, 

% 134. worulde 2,423 (nie mit anderem Mittelvokal); 
einmal ist der Vokal der Mittelsilbe ausgefallen in worlde 37,226. 

3. Mittelvokal vor r. 

§ 135. a) -or. 

Stets in feofore 2, 135 ; rodorlice 5, 83 ; einmal in gado- 
rod (part.) 6, 263 (ftir gaderod). 

b) -er. 
Sehr oft, z. B. in ceceras 30,215; celcere 4,223; beateras 
4,142; buteruc 6,275; casere 2,270; cyderas 2,378; cwelleras 
4, i4i; ehteras 4,95; ecere 4,434; eowerne 1,82; fcegeran &y2zi\ 



- 44 - 

fisceras 5^225; togcedere 1> 137; hwylcere 2; 78; odeme 2; 297; 
sceortere 6,72; snotera 5, sn; ^wwiare 3, 111; swylcera 1,8; 
pissere 2, 164; wcetere 2, sei; wiser a 5,286; trry^^rc^ 3, 21. Der 
Vokal der Mittelsilbe fehlt h&afig in hysmre 25, 70; einmal in 
£e/%r6 25,459; dreimal in tocetre 30, isi; tccB^ru 23 B, 684; ti7ce^ 
trum 23 B, 687. 

c) -tr, -yr. 

mar^tVa 37, 15 ; martyras 5, 69. 

4. Mittelvokal vor m. 

§ 136. a) -um, 

fultumes 2, 357. 



b) -em. 



endemes 4, 239. 



5. Mittelvokal vor n. 

§ 137. a) -on. 

Stets diacone 3,85; fast stets heofonas 2, 40; -um 2, sr.i 
(neben seltnerem heofenas). 

b) -a». 

ceorfanne 8,125; gehyranne 23, 831; «f ep%ane« (Eig.) 6,74. 

c) -ew. 

agene 2, 230; by r gene 2, 416; cm^enaTz 2, 271 ; gecorenan 2, 83; 
cf^c^na 3,588; drihtenes 37, lei; francena (Eig.) 6,54; fyrena 
3, 503; fyrlenum 6, 47; gramena 2, 173; gydenan 2, nn; gyldena 
4,165; up'dhafenum 3,449; hcedenan 4, 151; heofenum b^ioi 
(gew5hnlich heofonum)\ isenum 24, 13; forlcetena 2,269; Zcd«- 
num 6,367; mcedenu 2,323; mcegenum l,iio; nytena 3,220; 
geopenian 3,333; stoenenum 4,426; sylfrena 4, 165; freotrenaw 
5, 232 ; wcestene 3, 494 ; ferner geh5rcn hierhin die f lektierten 
Infinitive auf -enne, z. B. berenne 3, 163; be-byrgenne 3,124; 
campienne 5, 151 ; fuUienne 4, 236 ; healdenne 4, 227 ; gerecenne 
4,139; «ecenne 35,24; styrenne l,io8; protoienne 4, in; gewil- 
nienne l,ioo; tcrcegenne 2, 184; wurdigennel ,22^] gewysienne 
1,108 etc.; einraal bindene 29, 134 (neben gewOhnlicbem 



- 46 - 

6. Mittelvokal vor nd. 

§ 138. a) -end. 

6ew5hiiliche Form der Part. Praes., z. B. in biddende 
3, lis; hyrnende 2, 397 ; clypigende 7, 20s ; lifiendan 2, 286; Z«- 
gendre 2, 185; scinende 3,79; singende 2^59; swcegende 2, 260; 
wuniende 2, 230 etc. ; femer erscheint -end stets in hoelende 
2,70; scyppende S,2i] pusende 21,47. 

b) -and. 

Diese Mittelsilbc findet sich nar je einmal angewandt in 
farande 18, 421; sprecdnde 3,489 (die gew5hnliche Form ist 
bei diesen Wortern farende^ sprecende'^ sieh unter a). 

c) 'Cend. 

Ein einziges Mai ist gangcende 26, 220 belegt (neben ge- 
wohnlichem gangende), 

7. Mittelvokal vor c. 

§ 139. a) ic. 

Stets in affrican (Eig.) 2, 321; buticula 23 B, 663; calice 
3, 162 ; caricum 23 B, eei ; clericas 15, 31 ; einmal in cirican 
23, 28 (sonst circan). 

b) -ec. 

Stets erscheint -ec in muneca 6, 51 ; mun^co^ 23 B, 29. 

C) 'UC. 

gafelucum 32, iie ; pearruce 35, 253 (beide Formen sind 
nnr je einmal belegt). 

8. Mittelvokal vor d, t. 

§ 140. a) ud. 

Diese Mittelsilbe tritt nnr ansnahmsweise neben -od auf, 
so dreimal in abbude 2,119; 3,635; 23B, 66; ferner je einmal 
in den Prt. axude 3,578; getilcude 23, 15 und in dem Part. 
gehalgudum 3, 79. 

b) 'Od. 

Dies ist die gew5bnlicbe Mittelsilbe fttr abbode 3, 499 ; 
fracodum 17, u; nacodum 5,28; weofode 3,113; werode 4,54; 
ferner flir die Prt. und Part, der schwacben Verben 2. Klasse, 
z. B. clypode 2.220; /remodow 2, 271; gefuUode2,9M; gegodo- 



^ 46 - 

don 2, S67-, gehalgodum 2, ise; onhawodon 2, kei; herodon 2,256; 
wacode 6,208; lounocJon 2,273 etc. 

c) -ad. 

Selten neben -od, so nur je einmal in geopenade 4, 254; 
drowade 3, eo; lounade 2, soe. 

d) -erf. 

-ed ist Kegel bei den schwachen Verben 1. Klasse, z. B. 
in hcemede 2, no; Tierede 6,143; gelyfeden 3,9* etc. 

9. Mittelvokal vor gr. 

§ 141. a) -ig. 

Die Mittelsiibe -ig komrat sehr oft vor, z. B, in cBlmih- 
tigan 2,75; cenige 2,226; bodige 32,18?; dreorige 4, i96; dyr- 
sf«gr€ 3,225; eadige 5, 30; emptige 33, 170; halige 2,115; A/cb/*- 
diflfe 1,195; gesceliga 5,265; unscildigan 2, 193; niit Verlust des 
gf je einmal in meniu 2,59; mceniu 2,266; dysUicere 1,21. Der 
.Mittelvokal fehlt nur einraal in ZcB/*d6 {—hlcefdige) 2,155; die 
ganze Mittelsiibe ist einmal ausgefallen in dyslice 8, 63. 

b) eg. 

Stets in wifegan 5,98; udwitegunge 4, 185; wlytegan 
2,146; ydegan 16, 70; statt gew5hnlichem -igr, -iwgf steht -ejf 
ausnahmsweise in cynegum (viermal) 24, 29; 32; 45; 81; hefegra 
(einmal) 3, 147; mebrmals in manega 31, iss \iuApenegas2^ B,49o; 
einmal in toopegum 23 B, 601. 

c) -ing, 'incg. 

celincge 4, 340; clysincge 4, 313; cypinge23ybii\ cypincge 
2 1 , 75 ; fyrdinge 3, 207 ; fyrdincge 1 8, 397 ; hrceddinge 2, 219 ; 
hrceddincge 15,43; forspennincgce (sic) 8,13; tihtinge 2,igs'^ 
tihtincgum 8,27; yldincge 10,62; nur einmal begegnet jpeningfa^ 
23, 656 (daneben sonst nur penigas, penegas). Neben haofigem 
cyninges findet sich dreimal Kontraktion zu cinges 33, i37;i4i; 
cynges 33, 230. - > 

d) 'ung, 

bletsunge 3, 71 ; ceorunge 2, 355 ; dearnunya 2, 337 ; hei'unga 
3, 117; beladunge 3, 185; leasunga 2, 112; gelapunge 3, 105; mwrc- 
nunge 2, 105; olecunge 2, 162; rununga 2, 149; swutelunge 2,226; 
penunge 3, los; pingunge 3, 171; gewylnunga 2, 164; wissunge 

3, 104. 



— 47 — 

10. Mittelvokal vor p. 
§ 142. Stets bisceope 2, 294. 

11. Mittelvokal vor ac. 

§ 143. mennisces 2, 266; ofer-scewiscan 21, 402; besonders 
h&ufig in den von Lllndern und StUdten abgeleiteten Adjek- 
tiven, z. B. in cegyptisce 2, 280; atheniacre 3, 11; hdbiloniscre 
18,489; cappadoniscre 3,9; chaldeiscan 35, 177; galileiscum 
25, S94; greciscre 2, 21; ludeiscdn 3, 159; nordhymbriscum 26, 69; 
pannoniscre 31, 11; persiscre 25, 531; romaniscan 2, u; sodo' 
mitiscra 14, 192; syriscan 18,402 etc. 

12. Mittelvokal vor st, 

§ 144. a) '08t. 

'08t ist die gew5hnlichc Mittelsilbe im flektierten Snper- 
lativ, z. B. in scortostan 4, i4o; yldostan 3, 132 etc.; ausgefallen 
ist der Mittelvokal zweimal in o/l^^e 23 B, 392 ; 31,432 (ofoste 
ist nicht belegt). 

b) est. 

-est erscheint haufig neben ost ira Superlativ, z. B. in 
fyrmestan l,i56; leofeatan 1, i; yldestan 4,245 etc. 

c) -yst. 
Einmal in anrcedystum 25, 668 belegt. 

13. Mittelvokal vor ss, 

§ 145. a) -ess, -yss. 

celmessan 10,2? (dies ist die gewOhnliche Form); da- 
neben begegnet nur viermal celmyssan 10, uo; 25, 766; 26, 91; 93. 
Der Vokal der Mittelsilbe ist ausgefallen in Ticetse 'witch* 
{^Jicegtesse) 18, 350 (in anderer Form nicht belegt). 

b) Subst. auf -nesse, -nisse, -nysse. 

1. -nesse, -nessa, -nesses, -nessum. 
Neben -nysse (sieb unter 3) am haufigsten vorkommend, 
z. B. in celpeodignesse 30, 201; anlicnesse 1,95; arwurdnesse 
37,277; dyrstignesse 1,21; eadmodnesse 2,96; ecnesse 37, 281; 
eccnesse 86,359; ehfnessum 31 y w^ estfulnesse^,^^ gyfernesse 
1,102; andetnesse 37, 203; geUcnesse 1,95; Upnesse 2,96; mild' 



-. 48 - 

heortednesae ST^koo; stillnesse 23 B, see; trymenesse 33,^56; 
prynnesse 1,m; onwrigennesse 21 yi etc. 

2. -nisse, -nisaa, -nissum, 

Selten, z. B. in earfordnutse 14, si; godnisse l^so; sar- 
niasa l,22i; sarnissum 2,16?; onscegednisse 3, loe. 

3. -nysse, -nysaa, -nyHsum, 

Die gewohnlichste Endung bei diesen Substantiven. 
HierfQr folgende Belege: annysse 34, ie4; arwurdnysse 3, 104; 
carfulnysse 2, 127; ge-cyrrednysse 3, 149; deopnysse 3, 98; digol- 
ny89e 2,103; ehtnysse 2,259; fulnyssum 2, sst; galnysse 2, ns; 
godnysse 2,iu; gehealdsumnysse 3,u5'^ anlycny88e2^iu\ un- 
rihtwhnysse 2, leo; sarnysse 2,107; gesoetnyase 2, 11; sweart- 
nysse 2,174; getingnysse 2y a '^ pry nnysse 21,334 etc. 

Anm.: Eiomal findet sich die franz5sische Schreibung in 
redn»«$6 37, 155. 

14. Mittelvokal vor 5. 

§ 146. a) -ad. 

Beispiele mit -ad sind niciit belcgt; wohl zwei mit aiis- 
gefallenem Vokal; monpas 21, 145; monpum 21, 150. 

b) -od. 
Stets in fixnodes 31, 1323; huntodea 30, 104; inodum 31 y lee; 
seofodan 31,664; sinope 31,685 (nur einnial belegt); ferner ist 
•od die gewobnliche Mittelsilbe fUr geogode 4,4; iugode 6,2 
(daneben -ud, sieh tinter c), 

C) 'Ud. 

Stets in dugude 30, 291 ; warude 'shofe 23 B, 370 (letzteres 
Wort nur einmal belegt). Selten steht -ud in geogude 31, u^ 
(viel haufiger -od). 

d) -ed. 

Immer in earfedu 23 8,572; orede • 23 B,2Z4. 

e) id. 
Nur einn>al in pryttidan 33, 270 belegt. 

15. Mittelvokal vor U)* •' . 

§ 147. a) -uto. 

bealuwe (einmal) 14,68. ' 



V 



— 49 - 



b) 'Ow. 
bealowe (einmal) 37, 87. 

c) -ew. 

Je einmal cfearewe 31 jisi-^ melewe 18,66. 



Kapltel XVI, 

Synkope von Mittelvokalen. 

§ 148. Nach langer . WurzelsHbe wird in der Regcl 
jeder nicht durch Position geschlitzte, kurze Mitteivokal syn- 
kopiert, z. B. gebrodra 2,49; deofles 2,38?; heafdes 24, 319; 
hweowle ^wheeV 14, 86 etc. 

Die einzigen Abweicbangen sind: 

1. Bei Snbstantiven finden sich stets mit Mitteivokal 
witega 5,98; ferner die Nomina agentis, z. B. heateras 4, 142; 
cyderas 2,378; cwelleras 4, i4i; ehteras 4,95 etc. Je einmal 
blieb die Mittelsilbe in hysene 23B, 50; gymene 6, i.ss. 

2. Beim Verbum erseheint einmal die Form cet-cewode 
(prt.) 3, 164 (geyfohhMQh cet'Cewde, -eowde, -eawde, -ywde). 

§ 149. Bei Adjektiven steht trotz langer Wurzelsilbe 
gew5bnlich der Mitteivokal, z. B. in eadige 5, 322 etc. 

Dagegen fallt haufig der Vokal in halgan \,i\ halges 
25,37; lytlum 3,99; unlytle 2,155; qdre 2,142; odrum 3, ise; 
ferner ziemlich oft in deoflican 23 B, 540; je einmal in digle 
31, 313;. dihlice 30, 147. 

§ 150. Nach kurzer Wurzelsilbe ^teht fast immer Mittei- 
vokal, z. B. cedele 2,22; by dele 24,283; cristenan 2,33; drih- 
tenes 37,i6i; heofenum 5,102; heofonas 2, 40; segene 2 , 190] 
wydewe 2, 140 etc. 

Unregelmslssigkeiten finden sich nar in folgenden Formen : 
Haufig fehlt. der Mitteivokal in forlyres 2,205 {< forligeres); 
mycclum 2, 26; yfle 34, 307 (daneben yfele 6,83); y^wm30,2io; 
je einmal in ceftre 25,469; dy slice 8,63; lyfde (prt.) 23 B, 341; 
leofdon (prt.) 10,99; mcegnes 30, 41; wcetre 30, 181; wcetru 
23 B, 684 ; wcettrum 23 B, 687. 

§ 151. Bemerkenswert ist der Ausfall des Mittelvokals 
in folgenden Wortern: cinges 33,13?; 141; cynges 33, 320; 



« 
It 



- 50 - 

culan 'coicV 33,23? {<cug(e)le; lat. cuculla)'^ hcetsan 17, im: 
hcetse 18, 350 {<hcegte8se)\ Icefde (<hlcefdige) 2^155; ofste 
(< ofoste) 23 B, 392; worlde 37,226 (daneben sonst nur cyninges, 
hlcefdige, worulde; culan, hcetse, ofste konimen in anderer 
Gestalt nicht vor). 



Eapitel XYII. 

Schwachtonige W6rter und Vorsilben. 

§ 152. Selbstandige WOrter. 

Es kommen vor: ac, and (meistens abgeklirzt); bist^ hyst"^ 
emhe; ymbe-^ fram\ ge (part.); pe {=ge) 7,34$; geond] hider\ 
hyder\ him\ hym\ hine*^ hyne'^ hira] hyra; hire\ hyre'^ his\ 
liy8\ hwanne*^ hwcene; hwcenne'^ hwon; ic^ inc {=ic) 23 B,U9; 
in] is; ys; mid\ ne; m«; nys'^ op-^ od; odpcBt'^ of\ on; 
sindy synd'^ sint\ synt\ sindon; syndon-^ dan\ pan\ pane\ 
cerdan\ fordan; panon-^ pasne; pcenne\ pone; ponne; pe (instr.) 
pcB 27,72; pur {= purh) 37,246; up-^ ^pp] uppon; was'^ 
woes\ wes, 

§ 153. Prafixe. 

Stets regelmassig sind die Vorsilben 0/; to ; purh ; loid ; 
under '^ z. B. in ofhreow\ todceges\ purh'Wunode\ widsacan'^ 
underfeng. 

Unmittelbar vor dem Tonvokal verliert die Vorsilbe he 
ihren Vokal, z. B. in hceftan; hinnan\ hufan\ butan. 

Statt a steht ce in cercere 36, 39. an statt on ist einmal 
in anhagad 33, 72 belegt. at statt cet 31 , 331 (einmal). 

Dreiraal findet sich for statt fore in forsceden 2, 285 ; 
286; 3,59; bi begegnet neben gewOhnlichem be je einmal in 
biheolde 31,11'^ bihydig 33, a; gee- steht einmal fOr ge- 11,77; 
der Vokal von ge- ist ausgefallen in geode (einmal) 23 B, 399. 



-si- 



ll. KonsonantismusO- 

1. Halbyokale. 

§ 154. w. 

w ist gefallen 

a) im Aniant yor u. 
Stets in uton 25, eei. 

b) Im iDlaut. 

Vor ui Stets in cucu 2, soe; samcucu 4, lei; cucenne 
5, 433 ; in anderen FS,IIen : stets in fullian 5, 213 ; einmal fehlt 
w in cyst {=cwy8t) 8,72. 

c) Bei Verschmelzung des Wortes mit ne, 

nat 30, 256; nceran 4, 70; ncere 1, e; nces 1, 19; nellad l,7i; 
nys 1,19; nyste 2, iss; nyton 10,3 etc. 

Statt w erscbeint u: Einmal in saula l^so. 

Falsches w stebt in derscwold 23 B, 413 (nur einmal be- 
Icgt); ctcydap (einmal) 5, 441 (==cydap). 

§ 155. j. 

Im Anlaut stebt i statt ^ nur vor u, z. B. in iu 6, 278 ; 
iuce 29, 178; iugode 6, 2; iungum 25, 102; sonst noeb in Fremd- 
wortern: iacob 25,287; iohannes 23 B, 503; ionas 14,277; iona- 
tJias 25,212; iorefan^ 23 B, 483 ; io8eph2bj%H\ iosue 24, e'^ iones 
31,714; iudas 25,134; iudeiscum 25,89 etc. 

/ statt i begegnet ausnabmsweise nur in Ic 7, 57; eo; 228; 
23G ; 349 (und noeb ein paar mal) ; Iglande 5, 171 ; In 7, 386 ; In- 
ganges 6,305; Inneode 7, 161; Intinga 9, 109; Into 6, 303;»2o; 
7, 165; 14, 173 ; 20, 99; lune 31,695; Jt^Tzgr 34, 262 ; -€26, 76; lung- 
lincg 26, 33. 

2. Liquiden. 

§ 156. r. 

r feblt in cefteweardan 3, 150; arcest (3. Ps. Sing, zu 
a-rcerdn) 25, 91 ; speec (sb.) 7, 53; specan 23 B, 277; spied (3. Ps. 
Sing.) 37, 80 (sonst nur mit r). 



1) Steht nichts genaueres bei diesen Formen, so kommen die- 
selben mefar oder weniger oft in dieser Gestalt vor. Neben den 
Ausnahmeformen erscheinen die regelmAsslgen meist sehr oft. 



- 62 - 

Im Auslaut stcbt statt rr nar r eintnal in feor 23 B^ is4 ; 
statt rh einmal rr in fearr 'boar* 12, 72. 

Falaches r findet sich in word {^wdd?) 30, S6. 

§ 157. Z. 

U erscheint haufig zu I vereinfacht 

1. im Auslaut: 
eal 4, 1604 feol (prt.) 31, eos; ful 3^ ess; synful 3, 520 etc. 

2. im Silbenausiaut, bezw. in der Komposition: 

fulre 3,96; fulgeare 3, 45(s; estfulnesse 3, 9^; helcnihtum. 
(einmal) 3, 372 etc. 

Trifft ansl. I mil folg. I zusammen, bo steht sehr oft I, 
z. B. in atelic 1,155; hetolice 3, 44s; swutelice 6,135. 

U statt I tritt auf in singallum (einmal) 31,669. 

ld>ll: Stetg in syllic {^seld-lic) 29, soe. 

3. Nasale. 

§ 158. m. 

Falscbes m stebt in prymnysse 34, i64 (nur einmal 
belegt). 

§ 159. ». 

n febit in mire 30, 2u; 404; 33, 119; 197; 201 (uikI nocb ein 
paarmal); pire (nur dreimal) 30,83?; 33, 219; 249; uppa (ein- 
mal) 12,19. 

Im Auslaut baben wir je einmal nn statt des gew5hn- 
licben n in gebann 4, 107; geioinn 4, 128; b^ufiger in anginn 1, ei; 
mann 4, 107 ; menu 3, 215 etc. 

Inlautendes n statt nn steht je einmal in cene 31, 740; 
bindene 29, 134. 

n ist binzugefUgt in deofol-scinne 23, 40 (nur einmal 
belegt). 

mn > mm : Nur einmal in stemme 23, i64 (sonst stets 
stemne, stefne) ; n bat sicb folg. r assimiliert in purres-dcege 
23 B, 621 (einmal). 

Falscbes n stebt je einmal in begyrndon (= begyrdon) 
5,247; inc {=ic) 23 B, 449. 



- 5* - 

4» Labiale. 

§ 160. fe. 

b ist sehr baufig eingescboben in symhle 2, 341 (neben 
seUnerem symle), 

' Im Auslaut ist b verdoppelt in sybb (einnial) 22^840. . 

Im Inlaut stebt b statt gewdhQlicbem bb einmal in abu- 
dissan 2U;S8. 

§ 161. p. 

Eingescbobenes p findet sicb in emptige (^cenUig) 33/ no 
(nar einmal). 

Inlautendes p statt pp : hrepa 5, 302 ; hrepunge 3, 56» 
(sonst stets -pp-)- 

f statt p stebt je einmal im Fremdworte oegyfto 2, 10; 
cegyfta 14,8 (neben baufigem (Bgypto)\ ph kommt nar in 
Fremdwortern vor, z. B. in ephese 23, su; pharad 25,84?; 
philistea 25, 321 ; raphahel 23 B, e ; sulphore 8, 219 etc. 

§ 162. /. 

Statt f begegnet u (=«?) in nur folgenden Formen mit 
alien Belegstellcn: byuigende 8,176; to-coruen 27, uc; ge-euen- 
Icecenne 8^70; ge-euenlcehton 2, 101; nauelan 25, f>68;586; stets 
findet sicb u fttr stimmbaftes f {v) in den Fremdwortern 
dauid 25, 255; ioues 31, 714; nouembris 30, 468; pictauis 31, 134; 
ualeriane 25, si; uictor 28, 91; uitalis 28, 19 (vgl. .Morsbacb, 
§ 15, A. 1). 

f ist folg. m assimiliert fast immer in - wimman 36, 291 
(dancben nur zweimal fm in wifman 23 B, 174; wifmen 14, 120). 

fn:>mn\ H&ufig in stemn 3, 501; stemne 3, 2%o; einmal in 
emn 23 B, 97. 

fn>mm: Zweimal in hremmas 23,77; hremmes 37,249 
[hrcefn- niebt belegt) ; einmal in stemme 23, i64. 

fn>m: Zweimal in em 6, 36o; emlice 14, 291; je einmal in 
hrcem 37,246; hrSm 37, 240. 

Sonstige Abweicbnngen : Statt gic 33, 127 lies gif] statt 
on 23 B, 752 lies of. 

5. Dentale. 

§ 163. t. 

t feblt stets in racen-teagum 4, 183; je einmal in unforh 



- 64 - 

14; u; healst (2. Ps. Sing. Praes. yon healdan) 5,266; voyr- 
tune 18, 173. 

t statt tt\ Einmal in Ucetunge 16; sot. 

Im Anslaut findet sicb neben t nicbt seltcn tt, z. B. 
in ett 'eats' 25; sa; itt 25; 84; fett 3;3m; gemett 6;68; sceatt 
23; 56; gesett (part.) 11; ms; sitt 36; 921; wytt 2^; 773; ytt 
12 y 163 etc. 

Im Inlant gind folgende Formen mit tt bemerkenswert : 
hattost 14; 107 (einmal); hwittran 30,461 (einmal); tccettrum 
23 B; 687 (einmal); bS,afiger erscheinen unmcettre 23 B, 772; 
ormcettum l;i44; ormettre 18, «i etc. 

Falsches t gtatt c stebt in strutnode {=8crutnode) 23; 268 ; 
hit {=hi) 36; ns. 

§ 164. d. 

d+p ist bei der Verbalendung regclrecht zu t ver- 
scbmolzeu; z. B. in gebint 22,78; bit (zu ftidd^w) 5, 419; bebyt 
(zu b^odan) 13; 29; dn-dret (zu ondrdedan) 1, 44; /?w^ 8, ns; gehealt 
23B;74; aAre^ 35;8oi; hylt 32, 25s; last (zw Jcedan) 32, 219; ge- 
scynt 25,805; stent 3; 642; under-stcent 1,193; ioent 28; 155; 
awent 7; 210; miswcent 1,102 etc 

Im Auslaut begegnet t statt gewobnlichem d nur in 
ab&o^ (dreimal) 23 B; 260; 282; 290; milt-heortnysse (einmal) 8, 19s; 
nit'Wyrdum {=nyd-) (einmal) 1, 101. 

d statt dd stebt h^ufig in dem Worte bedryddan^ z. B. 
in bedrydan 27, 128; je einmal in bide (Imp.) 3; 514; lede 
{^Icedde, prt.) 24, 71; ledon {=lceddony prt.) 29, 170. 

d ist verdoppelt in nur folgendeu Formen (mit Angabe 
aller Belegstellen) : goddre 2, 126; 31, 135; hlceddre 1, 22; hluddor 
18; 119; hluddre 3; 846; 23 B, 191; eadmoddran 31, 14s; moddrian 
15; 159; nceddran 5,75; siddran 23 B; 177 (cf. § 116,4). 

d ist vor stimmlosem s, t zu t geworden und zwar stets 
in gebletsode 2; 171; mettrume 26; 19s; mettrumnyssa 23.B;74; 
fast immer in miltsa 23 B; 205 ; miltsunge 5; 200 ; myltsian 
3; 184 (daneben erscheint d nur in mildscian {=mUdsian) 
37; 210 (einmal) ; mildsunga 4; 888 (einmal) ; mildsunge 3; eeo ; 
31, 745 (zweimal). 

d statt d bat einmal wundrunge 31;4i9. 



- 55 - 

'd + d>d. 

Mit nur einer Ausnahme stets wildeor 23 B, 592; wildeora 
23 B, 182 (daneben nur einmal wilde deor 30, 371). 

d fehit je einmal in for-scylgod {=for'8cyldigod) 7,89; 
gemilsa 37, i48. 

§ 165. p, d. 

Ein Gesetz ftir die Verwendung der beiden Zeichen lasst 
sich nicbt aufstellen. 

d statt dd findet sich einmal in siSan 3, 82. 

dd erseheint mit nur wenigen Ausnahmen als dd im prt. 
cydde 2, iso; daneben nur selten cydde, z. B. 23,642; 33, le; 
24g; 295; 312 (und noch ein paarmal). 

p ist zu t geworden bei pu in Verbindung mit Verben, 
z. B. in destu 3 y&s9'^ lyfastu 3,583; nastu 3,582 etc. 

5« > 5 haufig in cwyst (7,u cwedan) 5, icg. 

Statt xd steht einmal xst in wyxst (3. Ps. Sing. Praes. zu 
weaxan) 33, 228. 

§ 166. 8, 

Haufig findet sich 88 statt s in den Formen py88era 
1, 98; pi8sere 2, ig4; py88ere 2, 162 etc.; sonst steht immer 8 in 
diesem Worte, z. B. in ^we« 4, 151; pisum 3,173 etc. 

Assimilation von 8l > M ist stets eingetreten in pyl- 
lice 1, 94. 

Im Auslaut steht s statt gewohnlichem ss in gf^ti^i^ (zwei- 
mal) 3,68; 31,849; ungewis (einmal) 18,220. 

S statt s: Einmal in Symle 18,42. 



6. Gutturale. 

§ 167. c {Jc). 

Folgende Worter haben neben gew5hnliehem c auch die 
Schreibung k: Sehr oft Tcasere 4, 201; 302; 5,1?; 195; 410 (und 
auch sonst noch ziemlich haufig); kyne- in Zssz. I,i68; 5, so 
440; 8,218; 230 (und sonst noch oft); je einmal akermede b,27s 
kycenan 36,97; Kydde 3,262; kyninga8 24,2; kyninge 26, 121 
waMgende 37, is?. 



-- w - 

Die Schreibung eh begegnet nur in Fremdwdrteni, z. B. 
in ckaldea 16, 71; chaldeiscan 35, 177; chrisantus 80,75; me- 
chanise 5, 251 ; michdheles 6, 73 etc. 

c (fc) ist zu h geworden im prt. ihte 'addedC (zweiraal) 
23 B, 27; 200; gesehd 'seeks* (einuial) 23, 400 (diese bciden Forouen 
sind niit c nicht belegt). 

Statt eg stebt 

1. 17: Einmal in segad (Plur.) 37, 20. 

2. gg: Einmal in liggan 37,48. 

3. ge: Je einmal in ligcon 23, 307; segcan 23,2%; segce 

23, 450. 

4. ceg: Einmal in sceccgan l^ss. 

Fflr ee stebt einmal sch in wischeras 'diviners'? 21, 46g 
(zu toieeea?). 

e ist binzugefdgt in under beec 12, cs edcc 6,151; ecc- 
nesse 36,856; ecenysse 1, isi; geliccre 12, 107; riecran 1,45; 
gesieelod 26,205; spice 25, m (sonst haben diese Formen ein- 
facbes c). 

es^x: Stets in rixian 1,147; rixode 6,141 etc. 
Falscbes c begegnet in mildseian 37, 210 (neben gewdfan- 
licbem miltsian). 

§ 168. h. 

Anlautendes A feblt in rade 3,398 (sehr oft); je einmal 
in leap (prt.) 10,32; rcegeles 23 8,792; ream^ 6,316; wil-reow- 
liee 2,362; reppan 4, 405; ferner stets in den Fremdw^rtem 
ebreisea 3, 591 ; ereule 35, 112. 

Inlautendes h ist stets gefalien in andettad 29, 220; be- 
tweonan 3, sos; feore 32, 71; healica 3, 190; healicnys 30, 281 
(docb einmal heahne 26, 226 neben gew5hnlichem heane) ; for- 
nean 428; genealecean 2,329; neatoiste 6,131; pleolie 25, 712; 
pwyre 11,94; weofode 8,137; woliee 31,345. 

Statt A stebt g stets in heagan 31, 407; heage 1,22. 
Bei Verscbmelzung mit ne fiel hy .z. B. in noefd 
4, 41 etc. 

H statt % findet sieb zweimal in dem Eigennamen tnomas 
36, 22; 94. 



^ 5? ^ 

h ist falschlicherweise hinzugeftigt 

1. im Anlaut: hostige WougV 35, 192 (nur einmal be- 
legt) ; ahrcerde 26, sn (ftir arcerde), 

2. im Inlaut : sorghe 23, 126 (einmal). 

Die VerbinduDgcD cs und hs begegnen gewOhnlich als 
Xj sehr selten als hs, z. B. stets oxan 30, 421; six 5, 91; hetmux 
3, 669; %ceox 25, 240; weoxon 5, 139; neben sehr bUnfigem nextan 
3, C3C ; nyxtan 33, 12 begegnet zweimal nehstan 3, sso ; ende- 
nehstan 6,70; nur einmal hegegnet lis in nyhst an 33 y 12 (sonst 
imraer nyxtan). 

c statt A begegnet einmal in myrcd 12, 92 (sonst heisst 
es immer myrhd). 

ch neben c begegnet einmal in genealcechd 16, 133 (sonst 
nar genealcecd). 

ht ist umgestellt in withlande 'Me of Wighf 21, 395 
(kommt nur einmal vor). 

Sonstige Abweichungen: Statt pe 7, 348 lies he\ statt pur 
31 J 246 lies purh. 

§ 169. g, 

g ist einmal ausgef alien in aflian 17, 145 (neben haufigem 
afligan), 

Inlautendes g begegnet als h: Mehrmals in stihd (zu 
stlgan) 1,22; vereinzelt in geahnod (einmal) 3,354; ge-ahniad 
(einmal) 28, us; hihd (zu higan\ zweimal) 25, ssi; a- 33, 91; 
dihlice {=digollice*^ einmal) 30, 147; tihd (zu f^on; einmal) 
22,79 (alle diese Formen sind mit g nicht belegt). 

Neben auslautendem g ersebeint auch h in folgenden 
Formen: Mehr oder weniger oft in wuldorbeah 30,448; burh 
24,101; buruh 3,224; dolhswade 30,268; eah-hringan 21, 200; 
eahsyne 23,828; earhlice 23,525; unearh 27,47; hoh-ful 2, 261; 
genoh 12, 147; sloh (prt.) 3,348; sorh 25, 714; orsorh 31,i6o; 
sorhful 7,213; ganz vereinzelt, jedoch nur mit A, erscheinen 
hearh (prt. einmal) 23,526; ieah (prt. einmal) 18,8; huh (prt. 
zweimal) 12, 147; 17,227; hndh (prt. einmal) 5,92; isihtan'icy' 
(einmal) 23 6,572; gemahlice (einmal) 29,53. 

Naeh kurzYokalischer Tonsilbe hat sieh hS,ufig vor dem 

palatalen g ein i entwickelt, z. B. in bebyrigan 27, 76 ; geby- 

rigde 4, 433; bebyrigdon 25, 674; bebyriged 25, 272 ; byrigene 9, 6 ; 

5 



^ te -* 

fnerigen (dreimal) 14, 211; 15, so; merigenes 3,$uif wyrigan 
21,856; awyrigde 5,107; awyrigedum 4,876; awyrigendum 
18,824; awyrigung 15^ 105; ferner mit Ausfall des g je einmal 
in behyrion 16, 169; mcerien {= mergen) 3, 84i; tr^nan 31, 372. 

gs > x: Nur einmal in anxumnysse 33,229. 

Statt gea eracheint stets ea in eard 31, i^e; middan-eard 
3,85; win- eard 18, m etc. 

Das Suffix 'ig gebt nur in folgenden F&Uen in i fiber: 
dysilicre 1,21; hreoflian 36,259; meniu 23 6,338; 415; sarie 
30, 158 (daneben regelrecht dysiglicre etc.). 

Im Auslaut wird 

1- 9><^g- Sehr oft in dincg 23 B, 524; je einmal in 
ahencg (prt.) 10, 15; lencg 14, le; ofsprincg 18, 82s; wylr 
spryncg 19, us. 

2. g>gc: Ofters in pingc 12, m; ferner vereinzelt, aber 
mebr als einmal, in fengc 23, 352 ; hengc 23, 75 ; lengc 23, 114. 

Im Inlaut haben wir wegen Verhfirtung vor stimmloser 
Konsonanz ein paarmal c oder eg in geancsumod 9,103; ge- 
brincgd 16,273; gepincdum 21,92. 

Ffir inlautendes ng fiudet sich 

1 . ncg in den meist hauf igeren Formen : encgel 7, 149 ; 
andfencge 33,24; underfencge 10,27; cefter-gencgan 7,372; 
bigencgas 4,137; glencga 7,22; geglencgdon 9,22; geglencged 
10,56; hencgene 14,42; gelencgan 24, 81; gelencgdon 9,22; 
mcencgan 23 B, 411; besprencgan 9, ns; ofsprincge 18,383; 
swencge 32, 125; swuncgon 32, no; tencgde 25, 416. 

2. ngc : Einmal in onfengcon 23, i96. 

3. nc : Einmal in asprencde 8, 213. 

Ersatzdebnung nach Ausfall von g findet sich immer in 
folgenden WOrtern: 

1. cet'brced 31, 126; cet-brdd 29, ise; gebrdd (prt.; zu brceg- 
dew)2, 151; hcetsan 'witch'* 17, 164; hcetse 18,350 {slur hcegtesse) '^ 
mceden 2, 1; gesced 2,296; gesced 34, 134; fore-scedan 37,64; 
scede 2,77; fore-sceden 2,285; scedon 2,221. 

2. Stets in cetbredan 5,24; im prt. lede 6,236; aZ^cJa 3,69; 
ren 27,85; ren 18,55; rewa^ 27,83; gerenedon 10,66; ^eman 
27, 155; sinode 3, 423; haufig mp^n 5, 332; penas 32, 2u\peniad 
10, 230; penode 31, ss; penum 4, sds; penunge 3, 108. 



- 59 - 

3. Stets in hefrinan 31, 157; hlisa 25,288; hlisfullice 
26,145; lid 32,68; under-lid l^ibb'^ pinerte 2,109; haufig in /br- 
lyres 2,205 {<Cforligere8), 

4. g fehlt stets in cet-broden (part.) 30,30?; cet-brude 
(prt.) 31, 109. 

5. ingehyde 2, les. 

6. ongean 4, 257, 

7. tidian 6, 25 ; tydige 3, 512 ; getipod 31, 122; ge-tydode 3, 64. 

8. cula7i *cowV 33,237 (< CMgf(e)?6; lat. cuculla-^ nur ein- 
mal belegt). 

w statt gr tritt immer auf in fordruwod 23 B, 197; suwian 
9,69; forsuwiad 6,50; forsuwige 23B, is; forsuwode 3,668. 

Metathesen. 

§ 170. Metathesis van r: arw (prt.) 3, eso; 6arn (prt.) 
4,394; bcernette 4, 301; /brfternaw 4, 121 ; 6e«rwa 23 B, 197 ; byrne 
(sb.) 23 B, 574 (einmal ; sonst immer bryne) ; byrnendum 4, 287 
/br^^e 11, 143; forstigan 23 B, 578; frymde 23 B, 23; fyrste 24,73 
grcer^ 3, 215 ; gyrstan-dceg 6, 82 ; Aor« 8, 213 ; horsum 23 B, 425 
urnon (prt.) 24, 53 ; toyrms 'matter 20, 64 ; yrnendum 6, 12 
nur einmal findet sich Metathesis von r in breohtre 30,42 
(neben sonst sehr haufigem beorhtre). 

§ 171. Metathesis von Z: oferbrcedelse 23. B, 584; /cer- 
6Zdg 6, 109 ; fcetels 2, 175 ; myrcelse 5, 246 ; recels 5, 377 ; scytelses 
3, 348; derscwold 23 B, 413. 

§ 172. Metathesis yon sk: Stets in cfajc 'ewAe*' 23 B, 286 ; 
axode (prt.) 3,578; geaxode 23B, 17; ^ica 25,572; fixum l,2i6; 
huxlic 7, 74 ; bettoux 3, 669 ; sehr hauf ig steht a? in hnexian 
5,48 (sehr selten 5c, z. B. in Awe^ce 37, 201; Awe^cre 37, 191). 

§ 173. r'und I haben stets ihren Platz vertauscht in 
welera 'lips' 23 B, 266 ; weleres 6, 285 (vgl. got. wairilo), 

§ 174. Metathesis von sp findet sich immer in copsum 
8, 121 ; fot'Copsum 35, i48. 



-• 60 - 



Schluss. 

Zum Schlnss moclite icb noch einen allgemeinen tlber- 
blick tiber die Sprache iinseres Textes geben. Die ^Lives of 
Saints" von Aelfric bieten ein gutes Beispiel der spatwest- 
sacbsischen Schriftspraehe. Die lautlichen Erscheinungen ent- 
sprechen zam gr5sstcn Teile den Regeln, wie sie in den 
Grammatiken von Sie vers und BUl bring filr das SpM- 
westsachsische zu finden sind. Die Abweiehungen sind fol- 
gende : 

1. ce aus wg. a erseheint mehrmals als e^ z. B. in deg, 
efter, fee, hefde, det, wes, westme etc. (of. § 1). 

2. FOr wg. e steht nicht selten <c, z. B. in gebced (sb.), 
fcela^ gemcetegian, swcefel, swcefne, pcegn, icceg, wad, wcer etc. 
(cf. § 3). Wie man aus den angeftthrten Beispielen ersiebt, 
ist der Grund sehr haufig in der labialen Nachbarschaft zu 
suchen (of. Bg. § 92 Anra. 1). 

3. wg. e, ^ treten sehr baufig als y, y auf, z. B. in by- 
fode, cJypian, hwylc, lyhhan, mycel, f^cype, icydewe, wylle; 
blyde, hysmoVy hwy, lyfe, scyre, swyn, wytum etc. (cf.§§4;9), 
was entweder auf schlechter Schreibung oder oft auf Einfluss 
von Labialen beruht. 

4. te<wg. a begegnet bisweilen als e, z. B. in feringay 
gredig, hwer, mersode, ormetum etc. (cf. § 7). Auch er- 
scheinen die spaten Fornien hwar, dar (cf. Sie v. § 321 
Arim. 2). 

5. Statt e erseheint haufig ce in dem prt. fceng (cf. § 8). 

6. Sa<wg, au findet sich mehrmals als ce, z. B. in dee- 
dan, deed, hehcefdian, rcbd 'red% seep (prt.) etc. ; daneben steht 
eo vereinzelt in heofod^ to-heowe etc., ferner e, z. B. in cete- 
wod, arlesa etc. (cf. § 16). 

7. i -h Velarvokal ergibt neben haufigem eo sehr selten 
lo in Mo, sio\ einmal yo in fyondum (cf. § 20). 

8. ga < a + w erseheint einmal als ce in foewum (cf . 
§ 22). 

9. Statt ^ < i + nas. + stl. Spirans steht haufig y, z. B. 
in swyde^ swySor etc. (cf. § 25). 



— 61 — 

10. Neben gew5hnliehem a vor Nasal kommt ein paar- 
mal vor, z. B. in hwomme, moUy oetsomney gesomnian^ 
womme etc. (cf. § 27). 

11. Wg. a vor rr oder r + cons, erscheint ein paarmal 
als a, z. B. in starce etc. ; h&ufig als e, z. B. in werd 'towards*, 
cyrc-werde, hamwerd, towerd etc. Der Grand ist bei den 
letzteren Formen wohl in der Unbetontheit zu suchen. Zwei- 
mal begegnet cea in cearmurny wceard (cf. § 38). 

12. Wg. e erscheint vor r + cons, einmal als ea in 
gearnlicor. 

13. Wg. a vor U oder I + cons, ist zuweilen nicbt ge- 
brochen, z. B. in baldlicSj galdras, anwaldan etc.; eo statt 
gewOhnlichem ea erscheint stets im prt. sweolt 'died% einmal 
steht ce t^r ea in cellto (cf. § 41). 

14. TJrengl. ce, ce ist in einigen Fallen nach palatalen 
Konsonanten geblieben, z. B. in gcet (sb.); gcer etc. (cf. 
§§ 47; 49). 

15. Der i-Dmlaut von it, u ist vor Palatalen fast nur 
t, I, z. B. in criccum, hingrige, hricg, tihte^ pined '^ hrice, 
gewisce'^ etc. nach Palatalen selten e (Beispiele fttr ^ nicht be- 
legt), z. B. in unscildigan etc.'; in sonstigen Fallen ein paar- 
mal I, f, z. B. in gecnissed, cnitton, dide, minstres, gestired'^ 
litle etc. Bemerkenswert ist auch, dass einmal die Schreibung 
u fUr y vorkommt in burig (vielleicht franz5sische Schreibung, 
die auch sonst uoch ein paarmal vorkommt, sieh §§4; 66; 
145 Anm.; kann aber auch durch den Nom. burh veranlasst 
sein; cf. §§ 50; 51; 52). 

16. Statt e, S aus 6, o + i,j begegnet bisweilen ce, 
bezw. ce, z. B. in dcehter, mcergen-^ cehtnys 'persecution*. Meet- 
sian, fordcemed, fcerde, frcefrian, mceder, gercefa, twcegen^ 
wcesten etc. (cf. §§ 53; 54). 

17. Statt ce aus wg. ai'\-i,j begegnet zuweilen ea, 
z. B. in edhta 'possessions' , eawfceste, gehealde, leafan, ge- 
leaste etc. Diese Erscheinung beweist vielleicht, dass zu jener 
Zeit der Prozess der Monophthongierung des ea>CB schon 
begonnen hatte. Neben ea erscheint auch ein paarmal die 
Schreibung S, z. B. in clennisse, egder, elce, emptige, er, ledde 
(prt.) etc. (cf. § 55). 



— 62 — 

18. Der MJmlaut von a vor Nasal ist neben gewOhn- 
liehem e auch hUafig ce, z. B. in cendey cBtigel, drcenee, ge- 
hasndey Itencgy scende, stAnc, strcengdy posncauy gewaemmedy 
gewcende etc. Einmal scbeint Artikulationsverengnng yon 
e> i eingetreten zn sein in adrinctey das sonst nur mit e yor- 
kommt (cf. § 56). 

19. e<ce-\-iy j tritt oft als ce auf, z. B. in bceteran, 
ahcebban, dcegey twcdf etc. (cf. § 58). 

20. Neben a5<urengl. a begegnet e je einmal in exe^ 
togedere^ a in adelinga, togadere (cf. § 59). 

21. Statt gewOhnlichem ce in ic hoebbe ist zweimal a in 
ic habbe bemerkenswert (cf. § 60). 

22. Der i- Umlaut von ea<<je nacfa Palatal ist neben 
haufigem y einmal i in scippende (cf. § 63). 

23. Neben y, i, dem i-Umlaut von ea < aUy begegnet 
ausnahmsweise e in geheredy ned-y stemdey steme (cf. § 64). 

24. Neben hilufigem betwynan und cbt-nyxtan begegnet 
je einmal betwinan und cetnixtan (cf. §§ 65; 68). 

25. Der a-Dmlaut von e ist nur dreimal belegt in der 
Form feala (cf. § 81); daneben sonst fela, fcela, 

26. Der w-, a-Umlaut von i vor Liquiden und Labialen 
ist neben gewohnlichem eo einmal io in Mora] zweimal ea in 
big lea fay big-lea fan (cf. § 82); in letzterer Form ist ea durch 
Schwachung des eo zu erklaren. 

27. Vor Denfalen und Nasalen ist der u-y a-Dmlaut aus- 
nahmsweise eingetreten in ceosohy heonauy leoduniy neobaUj 
neoder (cf. § 83). 

28. Neben gewdhulichem worulde tritt einmal vourulde 
auf (cf. § 90). 

29. t^eo in der Verbindung ireor + Kon8. ist nicht zu 
wu geworden, sondern ist geblieben je einmal in sweoran, 
sweordy geweordan-^ einmal erscheint wo in wordode (cf. § 91). 

30. wur statt wyr findet sich nur in wurm-cynney tourmas 
(cf. § 92). 

31. wyr fttr wur tritt auf stets in wyrrm ^matter' \ je 
einmal in wyrd-myntasy wyrd-myntey arwyrdnessey licwyrd- 
lice, wyr dad (cf. § 93). 



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